Nicht nur frostige Temperaturen und Regenwetter machen Arbeitnehmern in dieser Jahreszeit zu schaffen. Auch eine erhöhte Stressbelastung wirkt sich negativ auf die Gesundheit aus. Und obwohl sie sich eigentlich erholen sollten, gehen viele Arbeitnehmer trotzdem zur Arbeit – aus Angst vor wachsenden To-Do-Listen. Hier sind unsere Tipps für mehr Wohlbefinden im Job…

Jetzt beginnt die Zeit des Jahres, in der das Wetter frostig wird, die Feiertage in greifbare Nähe rücken … und Erkältung und Grippe Hochkonjunktur haben. Auch wenn gegen diese Erkrankungen Bettruhe bekannter Maßen die beste Medizin ist, müssen Sie sich nicht wundern, wenn Ihr Kollege hustend und schnupfend am Arbeitsplatz erscheint. Eine neue Career-Builder-Umfrage ergab, dass 64 Prozent der deutschen Arbeitnehmer auch dann zur Arbeit gehen, wenn sie sich krank fühlen. Leistungsdruck und hohe Anforderungen im Job sind die Ursache.

Krank zur Arbeit aus Angst vor wachsenden To-Do-Listen

Stress am Arbeitsplatz ist ein weit verbreitetes Problem und kann dem physischen und mentalen Wohlbefinden der Arbeitnehmer enorm schaden. Fast die Hälfte der Befragten gab an, dass ihr Stresslevel in den vergangenen sechs Monaten deutlich gestiegen ist. Weil aber der erhöhte Stress auf die zunehmende Arbeitsbelastung zurückzuführen ist, haben Arbeitnehmer Angst zuhause zu bleiben, selbst wenn sie krank sind. Die befragten Arbeitnehmer sagten, das würde das Problem nur verschlimmern – die E-Mail-Inbox würde überlaufen und die To-Do-Liste weiter wachsen und so den Stress noch verstärken.

Selbst die Mitarbeiter, die beschließen, sich einen Tag zu Hause zu erholen, arbeiten am Ende doch. 21 Prozent schreiben und beantworten Emails während sie krank sind, selbst wenn sie ihrem Arbeitgeber mitgeteilt haben, dass sie zumindest einen Teil des Tages ausfallen.

Verantwortung für die eigene Gesundheit übernehmen

Janet Prosper, HR Director EMEA bei CareerBuilder, weist darauf hin, wie wichtig es ist, sich ausreichend Erholungszeit zu nehmen, statt in der Zwischenzeit zu arbeiten – egal wie hoch der Arbeitsdruck ist. „Ihr Arbeitgeber steht in der Fürsorgepflicht und muss sicherstellen, dass Sie fit und gesund genug sind, um zu arbeiten. Das muss zu jeder Zeit gewährleistet sein. “

Was können Sie also tun, um sowohl Ihr körperliches als auch ihr mentales Wohlbefinden zu stärken. Hier sind einige Tipps:

  • Vorbeugen.

    Die beste Möglichkeit zu vermeiden, krank zur Arbeit zu kommen, ist natürlich, gar nicht erst krank zu werden. Waschen Sie sich die Hände mit Seife und warmem Wasser, wenn Sie im Büro ankommen und regelmäßig während des Tages. Benutzen Sie Papierhandtücher, um Türen zu öffnen und halten Sie sich fern von kränkelnden Kollegen.

  • In Form kommen.

    Regelmäßiges Training reduziert Stress und stärkt die Gesundheit. Auch wenn man einen vollen Arbeitsplan hat, ist es wichtig, sich regelmäßig körperlich zu bewegen – sei es eine Trainingsstunde im Fitnessstudio am Morgen, um Energie zu tanken oder eine Runde lockeres Joggen nach der Arbeit, um den Kopf frei zu bekommen.

  • Pausen machen.

    Wenn sich die Arbeit auf Ihrem Schreibtisch stapelt, ist eine Pause wahrscheinlich das letzte, woran Sie denken, obwohl sich die kurze Erholungszeit als vorteilhaft erweisen kann. Nutzen Sie die Mittagspause, um das Büro zu verlassen oder machen Sie zwischendurch einen zehn minütigen Spaziergang. Das hilft, Stress zu verringern und Ihre Produktivität zu erhöhen.

  • Schonen Sie sich.

    Auch wenn es leichter gesagt ist, als getan – versuchen Sie, sich nicht unter Druck zu setzen. Wenn Sie sich zu viel zumuten, müssen Sie sich am Ende von einem Burnout erholen. Darunter wird Ihre Arbeit garantiert leiden.

  • Mit jemandem reden.

    Egal ob Sie mit Kollegen oder Ihrem Vorgesetzten sprechen, gute Beziehungen innerhalb der Firma sind wichtig, weil sie in stressigen Situationen Unterstützung bringen können.

  • Warnsignale erkennen.

    Stresssymptome sind vielfältig und reichen von Unruhe, Appetitlosigkeit bis hin zu Schlafstörungen. Sollten Sie diese Symptome zunehmend an sich beobachten, sollten Sie einen Arzt hinzuziehen, um sich beraten zu lassen.


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