BMW, Vileda, Adidas oder Coca Cola – jeder kennt Marken und verbindet sie mit einem bestimmten Produkt, einem Qualitätsversprechen oder einem Lebensgefühl. Doch selbst zur Marke werden, daran denken noch die wenigsten Bewerber. Dabei kann eine Eigenmarke die Karriere richtig in Schwung bringen. Wie es funktioniert, lesen Sie hier.

Herzlichen Glückwunsch – Sie haben Ihr Studium abgeschlossen und sind bereit, die Berufswelt zu erobern. Doch bevor Sie mit Ihrem Eroberungszug beginnen, sollten Sie mehr vorzuweisen haben als Anschreiben und Lebenslauf, um sich zu präsentieren und potentielle Arbeitgeber von Ihren Fähigkeiten zu überzeugen. Sie brauchen eine eigene Marke! Sie fragen sich, was das ist? Laut einem Artikel in der amerikanischen Zeitung Forbes: „Ihre Eigenmarke sollte ausdrücken, welchen Wert Sie einem Arbeitgeber konsistent bieten können. Damit ist keine Eigenwerbung gemeint. Vielmehr sollten Sie durch die Präsentation Ihrer Leistungen und Erfolgsstorys Aufmerksamkeit für Ihre Marke erzeugen. Um Ihre Eigenmarke glaubwürdig zu führen, sollten Sie Vorbild, Mentor oder die Stimme sein, der andere folgen.

Warum ist eine eigene Marke wichtig für Sie?

Laut der CareerBuilder Social Media Recruitment Studie 2015 stieg die Anzahl der Arbeitgeber, die im Internet über Bewerber recherchieren in den vergangenen Jahren kontinuierlich – von 39 Prozent 2013 über 43 Prozent 2014 bis zu 52 Prozent im vergangenen Jahr. Das bedeutet Ihr potentieller Arbeitgeber hat bereits mit wenigen Klicks Zugang zu persönlichen Informationen. Es liegt also an Ihnen, dabei einen starken ersten Eindruck zu hinterlassen.

Mit diesen einfachen und praktikablen Tipps bauen Sie Ihre Eigenmarke auf und führen Sie erfolgreich:

Die eigene Marke identifizieren und definieren.

Vielleicht meinen Sie, Ihre Eigenmarke von Grund auf neu erfinden zu müssen. Aber sie existiert schon teilweise und schwebt ziellos durch den Cyberspace. Googeln Sie einfach Ihren Namen und lassen Sie sich überraschen, welche Informationen, Posts oder Fotos zu Ihrer Person bereits öffentlich ein erstes Bild erzeugen. Auch wenn Sie die Verbreitung über das Internet nie hundertprozentig kontrollieren können, können Sie Anpassungen in den Privatsphäre-Einstellungen vornehmen und selbst entscheiden, was die Welt – und potentielle Arbeitgeber – über Sie erfahren soll.

Achten Sie auf Authentizität.

Wie auch immer Ihre Eigenmarke aussieht, stellen Sie sicher, dass sie Ihre Persönlichkeit widerspiegelt. So haben Sie die Chance zu zeigen, wer Sie sind, welche Fähigkeiten Sie haben und vor allem, wie Sie wahrgenommen werden wollen. Bei aller Professionalität, mit der Sie an das Thema „Eigenmarke“ herangehen, sollte eine persönliche Note immer erkennbar sein, damit Sie am Ende nicht wie ein Roboter wirken.

Achten Sie auf ein einheitliches Markenbild.

Trotz bestimmter Unterschiede in der Gestaltung von Nachrichten und Posts via Blog, Twitter, Facebook oder LinkedIn sollten diese aber immer einen einheitlichen Tenor haben und nicht widersprüchlich sein.

Nutzen Sie Ihre Kommunikationskanäle.

Egal ob über Blog, Website oder Social-Media-Kanäle – finden Sie Wege, um mit Ihrem Publikum zu kommunizieren und so einen positiven digitalen Fußabdruck zu hinterlassen. Wenn Sie zu den Menschen gehören, die jetzt denken: „Mein Leben ist so langweilig, worüber soll ich denn bitte schreiben?“, dann beginnen Sie doch damit, interessanten Content zu teilen und zu kommentieren, bevor Sie sich der mühsamen Aufgaben widmen, eigene Inhalte zu erstellten. Wenn Sie sich also nach einem neuen Job im Marketing umsehen, folgen Sie Marketing-Experten und –Unternehmen auf Social Media und teilen Sie deren Beiträge mit einer kurzen Notiz wie: „Hier ist ein interessanter Blog zum Thema Content-Marketing. Wie ich finde mit hilfreichen Ansätzen für die B2B Content-Strategie. Lohnt sich zu lesen!“

Erst nachdenken, dann posten / tweeten / teilen oder hochladen.

Manchmal bedenken wir nicht die Auswirkungen, die manche Informationen im Netz haben können. Wenn Sie zum Beispiel einen schlechten Tag in Ihrem Praktikum hatten oder ein schlechtes Prüfungsergebnis bekommen haben, mag es verlockend sein, Social Media als Ventil zu nutzen. Doch wenn Sie auf diese Weise Ihrem Ärger Luft machen, verschafft das vielleicht kurzfristig ein besseres Gefühl. Bedenken Sie aber, dass Sie damit immer wieder konfrontiert werden können. Bevor Sie also etwas posten, stellen Sie sich als Faustregel die Frage: „Spiegelt es meine Persönlichkeit wider und möchte ich, dass mein zukünftiger Arbeitgeber diesen Beitrag sieht?“. Wenn bei diesem Gedanken kleinste Zweifel an Ihnen nagen, ist es wohl besser, den Frust oder Kummer in einem persönlichen Gespräch oder via Textnachrichten zu mildern.


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