20.10.2013 -

Dass man als Konzernchef gut verdient, ist bekannt. Doch es gibt noch andere Berufe mit guter Bezahlung. Aber ist man als Politiker oder Anwalt automatisch Top-Verdiener? Andere Jobs mögen mit ihren Verdienstchancen überraschen…

Marcel Reich-Ranicki sagte einmal: „Geld allein macht nicht glücklich, aber es ist besser in einem Taxi zu weinen, als in der Straßenbahn.“ Um sich in jeder Lebenslage ein Taxi leisten zu können, muss man aber nicht unbedingt Vorstandsvorsitzender oder Klinikchef werden. Einige andere Berufe bergen ebenfalls gute Verdienstchancen.

Syndikusanwalt

Als Anwalt oder Jurist kann man gut verdienen, muss man aber nicht. In kaum einem anderen Berufsfeld geht die Spanne der Gehälter so weit auseinander. Juristen in kleinen Kanzleien verdienen schmale 26.000 bis 39.000 Euro pro Jahr – Partner international agierender Kanzleien hingegen können bis 700.000 Euro auf dem Konto verbuchen. Gute Gehaltschancen hat man in der Regel als Syndikusanwalt. Als solcher ist man bei Unternehmen, Stiftungen oder Verbänden angestellt, kann aber nebenher auch selbständig als Rechtsanwalt arbeiten. Einstiegsgehälter liegen hier bei knapp 49.000 Euro.

Politiker

Zugegeben: Im Vergleich zu den 14,5 Millionen, die VW-Chef Martin Winterkorn 2012 verdient hat, nimmt sich das Gehalt von Angela Merkel recht bescheiden aus. Rund 200.000 Euro verdient die Bundeskanzlerin pro Jahr. Da das Jobangebot allerdings überschaubar ist, sollten Freunde langer Reden und Debatten eher mit der Position eines Bundestagsabgeordneten liebäugeln. Diese beziehen monatlich Diäten in Höhe von 8.252 Euro. Hinzu kommen monatlich 4029 Euro steuerfrei für arbeitsbedingte Mehraufwendungen, wie zum Beispiel die Wahlkreisbetreuung.

Chemiker

Wessen Herz schon zu Schulzeiten für Bunsenbrenner, Schwefelsäure und das Periodensystem schlug, kann als Chemiker in Deutschland sehr gut verdienen. Die Einstiegsgehälter liegen laut CRG Institut zwischen 42.000 und 48.000 Euro. Mit einem Doktortitel fängt man sogar mit 58.000 an. Wer Karriere macht und es bis zum Laborleiter schafft, wird mit bis 164.000 Euro pro Jahr bombastisch entlohnt.

Versicherungsmathematiker

Für Menschen, die Risiken lieber aus sicherer Entfernung bewerten als sie einzugehen, ist der Beruf des Versicherungsmathematikers, auch Aktuar genannt, ideal. Beim Berufseinstieg können diese bereits 51.000 Euro pro Jahr damit verdienen, Unternehmensrisiken zu bewerten oder neue Produkte für Versicherte zu entwickeln. Bei Begriffen wie Wahrscheinlichkeitstheorie, Statistik und Finanzmathematik wird ihnen warm ums Herz und mit den richtigen Karriereprognosen lassen sich jährlich bis zu 114.000 Euro scheffeln.

Ingenieur

Noch immer gehören Fachkräfte aus dem Ingenieurwesen zur absoluten Mangelware auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Unternehmen sind daher bereit, tief in die Tasche zu greifen, um einen geeigneten Kandidaten einzustellen. Die Einstiegsgehälter liegen zwischen 40.000 und 44.000 Euro im Jahr. Ein Produktmanager verdient ca. 81.000 Euro. Erreicht ein Ingenieur eine hohe leitende Position im Vertrieb oder in der Forschung & Entwicklung, macht sich das auf dem Gehaltszettel mit bis zu 153.000 Euro bemerkbar.

Buchautor

In vielen kreativen Berufen hingegen, zum Beispiel als Buchautor, muss man schon zur Crème de la Crème gehören, um sorgenfrei leben zu können. Wenn man nicht gerade J.K. Rowling heißt, bleiben einem als Autor pro verkauftem Buch Tantiemen zwischen fünf und zehn Prozent vom Verkaufspreis. Für ein Taschenbuch, das für 8,99 Euro über die Ladentheke geht, erhält der Autor meist nur um die 70 Cent. Wer sich jedoch bis zum Erfolgsautor mausert, kann mit dem Verlag ein Garantiehonorar vereinbaren und macht sich somit unabhängig vom Verkaufserfolg.


Quellen: wiwo.de, kienbaum.de, staufenbiel.de

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