Die Menschen in Deutschland werden immer älter – und es gibt immer mehr alte Menschen hier. Damit steigt auch der Bedarf an qualifiziertem Pflegepersonal. Die Pflegebranche ist aktuell der Wachstumstreiber und Jobmotor der deutschen Wirtschaft, und hat damit der Auto-, Elektro- und Maschinenbauindustrie den Rang abgelaufen. Auch der Krise trotzte der Pflegesektor, da er von Konjunkturschwankungen völlig unabhängig ist.

Das Problem in der Pflegebranche ist jedoch ein ernsthaft drohender Fachkräftemangel. Laut einer Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft wird der Bedarf an Voll- und Teilzeitbeschäftigten bis 2050 auf rund 2,1 Millionen ansteigen und damit um das dreifache von heute ansteigen. Die Zahl der Pflegebedürftigen in Deutschland wird bis dahin voraussichtlich auf rund 3,2 Millionen ansteigen.

Hinzu kommt eine hohe Fluktuation des Personals aufgrund schlechter Arbeitsbedingungen. Dem will jetzt die Politik entgegen wirken. Der saarländische Gesundheitsminister Georg Weisweiler (FDP) will mit dem Programm „Die Pflege pflegen“ die Arbeitsbedingungen für Pflegefachkräfte verbessern.

Der Personalmangel bietet auch Quereinsteigern gute Chancen, besonders in der Altenpflege. Aber auch Mitarbeiter für andere Pflegejobs wie Gesundheits- und Krankenpfleger/-in, Kinderkrankenpfleger/-in oder Heilerziehungspfleger/-in werden gesucht.


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