11.04.2017 -

Wir alle haben bei der Arbeit schon mal schrecklich peinliche Momente erlebt, begleitet von den Alarmglocken, die Sie läuten hören, wenn Ihnen bewusst wird, dass Sie gerade etwas gesagt oder getan haben, das Sie nicht ungeschehen machen können.

Dann schwören Sie sich, dass Sie sich niemals mehr im Büro blicken lassen. Aber das geht wohl kaum und die Zeit heilt bekanntlich alle Wunden, selbst solche von extremer Demütigung.

Wie mit einer solchen Situation umgegangen wird, hängt davon ab, wie weit darüber im Büro gesprochen wird. Ein Fauxpas, der mit Fassung und Humor hingenommen wird, ist nicht so schlimm wie einer, dem mit äußerstem Schock und schonungsloser Unsicherheit begegnet wird. So peinlich das in dem Augenblick auch sein kann, Sie können tatsächlich aus Ihren Ausrutschern lernen, sobald die Röte aus Ihrem Gesicht gewichen ist.

Hier sind einige häufige missliche Situationen bei der Arbeit und Vorschläge, wie Sie sich in einer solchen Situation verhalten können.

Sie halten gerade eine Präsentation und bemerken einen eklatanten Fehler auf der Leinwand, der für jeden zu sehen ist.

Was können Sie tun? Ehrlichkeit ist die beste Strategie. Geben Sie es zu und räumen Sie ein, einen Fehler gemacht zu haben. Versuchen Sie nicht, zu viel Aufhebens darum zu machen, Sie könnten die Sache damit nur noch schlimmer machen. Korrigieren Sie den Fehler, so gut es geht, und fahren Sie dann fort.

Sie wollten Ihrem Freund eine derbe E-Mail schicken. Sie hatten übersehen, dass auch ein Kollege auf dem Verteiler stand.

Was können Sie tun? Schieben Sie die Schuld auf irgendetwas. Sie können sich immer mit technischen Schwierigkeiten herausreden. Was allerdings auch immer das Missgeschick verursacht haben mag, Sie sollten es umgehend zugeben (siehe Punkt 1) und sich für den Vorfall entschuldigen. Und hoffentlich haben Sie daraus gelernt, nichts per E-Mail zu verschicken, weder Text noch Bild, von dem Sie nicht möchten, dass es von allen gesehen werden kann.

Ihr Chef hört mit, wie Sie in der Kantine zu einem Kollegen eine abschätzige Bemerkung über ihn machen.

Was können Sie tun? Entschuldigen Sie sich und fangen Sie ein Gespräch an. Unabhängig davon, ob das, was Sie über Ihren Chef sagten, zutrifft, Sie müssen den Weg des Verstandes beschreiten und sich zu Ihrem Verhalten bekennen, und sich dann entschuldigen, damit er darüber hinwegkommt. Diese Situation könnte aber eine Chance aufzeigen, in ein offenes Gespräch mit ihm darüber zu treten, warum Sie es schwierig finden, mit ihm zusammenzuarbeiten. Es kann mit einer positiven Note enden, wenn es Ihnen gelingt, sich in angemessener Weise zu äußern.

Sie haben gerade eine Telefonkonferenz mit zwei Gesprächspartnern beendet. In der Annahme, dass der Dritte aufgelegt hat, haben Sie begonnen, mit dem verbliebenen Gesprächspartner zu tratschen. Allerdings war der Dritte noch in der Leitung und hört alles mit.

Was können Sie tun? Versuchen Sie Wiedergutmachung. Mit einigem Glück erkennen Sie, dass der dritte Gesprächspartner noch in der Leitung ist, bevor Sie ihn zu sehr verreißen. Alles, was Sie tun können, ist, zu Ihren Äußerungen zu stehen, sie aber nochmals etwas milder auszudrücken. Beispielsweise, wenn Sie gesagt haben sollten: „War ihre Idee nicht das Dümmste, was man je gehört hat?“, dann können Sie abmildern mit: „Ich dachte, wir sollten über Ihre Marketingidee nochmals nachdenken, weil ich wirklich nicht davon überzeugt bin, dass sie funktioniert.“

Sie sind in einem Meeting mit hochrangigen Führungskräften des Unternehmens. Sie selbst und jeder um Sie herum kann ein deutliches Knurren Ihres Magens nicht überhören.

Was können Sie tun? Nehmen Sie es mit Humor. Nichts nimmt einer Situation die Spannung oder die Peinlichkeit wie ein leises Lachen. Sagen Sie so etwas wie: „Nach dem Meeting muss ich wohl schnell in die Kantine gehen und etwas essen.“

 


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