Ob routinierter Krawattenbinder oder das erste Mal allein vor dem Spiegel – bei jedem Vorstellungsgespräch gilt: Der erste Eindruck zählt! Doch welcher Knoten ist der richtige? Lieber die einfache Standardbindung von der letzten Konfirmationsfeier? Oder doch besser etwas Ausgefallenes, das Sie von den Konkurrenten abhebt?

Bevor es an die Wahl des passenden Knotens für Ihre Krawatte geht, sei erwähnt, dass es ratsam ist beim ersten Kennenlernen nicht wie Kanarienvogel aufzutreten. Eine schlichte Krawatte in abgedunkelten Farben wirkt schlicht und edel zugleich. An dieses Prinzip sollte sich auch Ihr Krawattenknoten halten. Verwenden Sie eine Bindung die Sie gegebenenfalls bereits im Schlaf beherrschen – lieber ein simpler sauberer Knoten als ein unsauber gebundener Schlips. Vier Knoten haben sich im Laufe der Zeit als die Klassiker unter den Bindungen hervorgetan, jede von ihnen bietet sich ihrer Schlichtheit halber gut für ein Bewerbungsgespräch an und ist dabei mit etwas mehr oder weniger Übung ganz leicht zu erlernen.

Four-in-hand-Knoten

Der wohl unkomplizierteste Krawattenknoten, der sich gerade aufgrund seiner Einfachheit großer Beliebtheit erfreut, ist der sogenannte Four-in-hand. Er passt zu allen Krawatten und trägt sich besonders gut zu sportlicher, lockerer Kleidung. Eine leicht asymmetrische Form und eine schlanke, längliche Bindung zeichnen ihn aus und machen ihn für Anfänger sowie für Fortgeschrittene zu einer schnellen Sache.

Halber Windsor-Knoten

Fälschlicher Weise häufig auch unter dem Namen einfacher Windsor zu hören, meint er dabei den sogenannten halben Windsor, eine vereinfachte Version des doppelten Windsor-Knotens. Doch nicht nur weil er schneller zu binden ist, passt der halbe Windsor ebenfalls zu jeder handelsüblichen Kragenform. Egal also für welches Hemd Sie sich entscheiden, der halbe Windsor lässt Sie nicht im Stich!

Doppelter Windsor-Knoten

Der berühmte doppelte Windsor erfordert schon etwas mehr Geschick. Er eignet sich besonders gut für weit auseinanderliegende Kragenecken wie zum Beispiel beim Haifischkragen üblich. Wie der Name schon verrät, handelt es sich beim doppelten Windsor um einen Doppelknoten – er ist also dicker und eher für schlanke Krawatten geeignet. Wer beim Bewerbungsgespräch mit einem Klassiker glänzen will, ist mit dem nach Herzog von Windsor benannten Knoten gut beraten.

Pratt-Knoten

Der Pratt-Knoten ist durch sein modernes Aussehen mit fast jedem Hemd kombinierbar, dabei kommt er durch schmale Krawatten wunderbar zur Geltung. In den USA wird der Pratt oft als Alternative zum Windsor getragen und eignet sich ebenfalls besonders gut für weite Kragen. Fürs Bewerbungsgespräch beim Immobilienmakler, der Bank oder der Kanzlei, wird Ihnen dieser Knoten in Kombination mit Ihrem Businessoutfit hervorragend stehen.

Für welchen der Klassiker Sie sich auch entscheiden, jede Form besitzt ihre individuellen Stärken die sie für ein Bewerbungsgespräch tauglich macht. Natürlich bietet die Krawattenwelt neben den vier Klassikern noch eine Fülle weiterer Knoten, sollten Sie sich doch für eine andere Variante entscheiden.

Auf hemdenbox.de finden Sie genaue Anleitungen für das Binden von Krawatten, damit Sie sich beim nächsten Bewerbungsgespräch keinen Strick binden.


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