Hinter dem Kaufmann für Spedition und Logistikdienstleistungen verbirgt sich mehr als ein klassischer kaufmännischer Beruf. Auf Bewerber warten herausfordernde und abwechslungsreiche Jobs in verschiedensten Unternehmen. Die positive wirtschaftliche Entwicklung der Branche verspricht beste Aufstiegschancen und gute Gehälter.

Transportaufkommen erreichte 2016 neuen Höchststand

In Deutschland wurden 2016 mehr Güter transportiert als je zuvor. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes stieg das Transportaufkommen gegenüber dem Vorjahr um 1,1 Prozent auf 4,6 Milliarden Tonnen – davon wurden allein 3,6 Milliarden über das Straßennetz befördert. Logistiker und Speditionskaufleute sorgen dafür, dass die Ware immer pünktlich und mit dem geringstmöglichen Aufwand ihr Ziel erreicht. Die Zukunftsperspektiven in der Logistikbranche für junge Leute und Fachkräfte sind hervorragend. Dazu kommt, dass die Branche Bewerbern sehr abwechslungsreiche und herausfordernde Jobs bietet.

Abwechslung ist Alltag

„Der Kaufmann/frau für Spedition und Logistikdienstleistung ist extrem spannend  und vielseitig. Das ist kein klassischer kaufmännischer Beruf“, warb kürzlich der IHK-Ausbildungsexperte Fabian Späth gegenüber der Südwest-Presse. Fachkräfte müssen Sendungen für Kunden zusammenstellen, Touren planen, die Auslastung von Fahrzeugen optimieren und Krisenmanagement betreiben, wenn Unvorhergesehenes  passiert. Und das ist nur ein Teil des Aufgabenspektrums. „Die Anforderungen sind vielseitig und man braucht Organisationsvermögen“, so Späth. Vor allem die zunehmende Technologisierung bringt neue Facetten in das Berufsbild. Im Zeitalter der digitalisierten Warenwirtschaftssysteme und der vernetzten Warenströme werden die Aufgaben anspruchsvoller. Azubis müssen mindestens die Mittlere Reife mitbringen.

Organisationstalente mit Mathebegabung und Kommunikationsgeschick gesucht

Interesse und solide Kenntnisse in Mathematik, Deutsch, Englisch, Geografie und Informatik sind gute Voraussetzungen, um als Kaufmann für Spedition und Logistikdienstleistungen beruflich erfolgreich zu sein. Als Softskills kommen Planungs- und Organisationstalent, Kommunikationsgeschick, Flexibilität im Denken und Handeln sowie eine gewisse Stressresistenz und unternehmerisches Handeln hinzu. Die werden bereits während der dreijährigen Ausbildung auf die Probe gestellt. Neben den klassischen Speditionen und Logistikdienstleistern bilden in Deutschland auch Umschlags- und Lagerwirtschaftsunternehmen, Kurier-, Express- und Paketdienste, Schifffahrtsunternehmen, Frachtfluggesellschaften und Logistikabteilungen in Industrie- und Handelsunternehmen zum Speditionskaufmann/frau aus.

Ein Beruf, viele Einsatzgebieten

Kaufleute für Spedition und Logistikdienstleistung müssen sich nach ihrer Ausbildung meistens spezialisieren. Als Einsatzgebiete kommen nationale und europäische Landverkehre, Luft- und Seefracht, Importe und Exporte, Lager- und Materialwirtschaft aber auch Finanz- und Rechnungswesen oder Kundenakquise in Frage. Je nach Einsatzgebiet beraten sie Kunden aus Industrie und Handel bei der Wahl von Verkehrsmittel, Transportverpackung und Fahrstrecke. Sie erarbeiten logistische Gesamtkonzepte und Kostenkalkulationen für Transport, Umschlag und Lagerung und überwachen logistische Abläufe für ihre Kunden, von der Beschaffungs- über die Produktions- bis zur Distributionslogistik. Speditionskaufleute korrespondieren und kommunizieren mit ausländischen Geschäftspartnern, bearbeiten Reklamationen und veranlassen Schadensregulierungen. Außerdem beschaffen sie alle notwendigen Begleitpapier sowie zoll- und außenwirtschaftliche Dokumente.

Fortbildungen bringen die Karriere in Schwung

Durch Aufstiegsfortbildungen kommt die eigene Karriere in Schwung. Wer eine erfolgreiche Prüfung in einem anerkannten Weiterbildungsberuf ablegt, beweist das Potenzial für Leitungs- und Spezialfunktionen auf mittlerer Management-Ebene. Laut dem Karriereportal Berufswelt-Logistik.de kommen folgende zusätzliche Qualifizierungen für Speditionskaufleute in Frage:

Mit einer Hochschulzugangsberechtigung kann man darüber hinaus auch den Bachelorabschluss im Bereich Logistik erwerben. Unter bestimmten Voraussetzungen ist auch ohne Abitur oder Fachhochschulreife ein Studium möglich. Informationen liefert die Website logistik-studieren.de.

Gute Gehaltsaussichten

Ein Job als Kaufmann für Spedition und Logistikdienstleistungen ist nicht nur extrem abwechslungsreich sondern wird in der Regel auch gut bezahlt. Liegt das Einstiegsgehalt je nach Bundesland und Unternehmensgröße durchschnittlich zwischen 1.700 und 2.200 Euro werden in Leitungsfunktionen durchaus auch Gehälter über 8.000 Euro monatlich gezahlt. Weiterbildungen als Investition in die eigene Karriere lohnen sich also. Generell zahlen Großunternehmen den Speditionskaufleuten meist höhere Gehälter als kleine Mittelständler und wie in allen Branchen steigt auch in der Logistik mit zunehmender Berufserfahrung die Entlohnung

 


Quelle: http://www.swp.de/ulm/themen/finanzen_wirtschaft/unterschaetzte-perspektiven-14836084.html

http://berufswelt-logistik.de/?150

https://www.ausbildung.de/berufe/speditionskaufmann/#ueberblick

https://www.gehalt.de/einkommen/suche/kaufmann-fuer-spedition-und-logistik

 

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