Die Suche nach gut ausgebildetem Nachwuchs bleibt eine große Herausforderung für deutsche Technologieunternehmen. Doch junge Ingenieure haben es häufig genauso schwer eine Festanstellung zu finden. Familienunternehmen eröffnen da völlig neue Perspektiven.

Ingenieure – ohne sie könnte Deutschland als High-Tech-Standort einpacken. Laut einer aktuellen Studie des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) und des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) tragen sie rund 211 Milliarden Euro zum deutschen Bruttoinlandsprodukt (BIP) bei. Damit wird etwa jeder 13. Euro der gesamten Wirtschaftsleistung Deutschlands von einem Ingenieur erwirtschaftet – obwohl nur jeder 24. Erwerbstätige ein Ingenieur ist.

Fachkräfteengpässe in vielen Bereichen

Zwar zeigt die Studie, dass es immer mehr Ingenieure und Ingenieurinnen in Deutschland gibt – 2011 waren es rund 1,66 Millionen und damit rund 265.000 oder ein Fünftel mehr als noch 2005. Doch in Zukunft werden zwischen 40.000 und 50.000 Ingenieure pro Jahr altersbedingt aus dem Erwerbsleben ausscheiden – Tendenz steigend. Zugleich werden jährlich 40.000 Ingenieure nachgefragt. Gut ausgebildeten Nachwuchs zu finden bleibt also die größte Herausforderung der nächsten Jahre.

Unternehmen können ihren Bedarf an hochqualifizierten und spezialisierten Ingenieuren in vielen Bereichen nicht decken – vor allem im Maschinen- und Fahrzeugbau sowie in der Energie- und Elektrotechnik. So ist Arbeitnehmerüberlassung für einige Ingenieure eine Alternative zur Festanstellung geworden. Sie kann eine Chance für junge Ingenieurinnen und Ingenieure sein, Projekterfahrungen zu sammeln und in verschiedenen Bereichen mitzuarbeiten. Viele junge Ingenieure wünschen sich dann aber doch eine langfristige Anstellung.

Als Ingenieur im Familienunternehmen

„Bei Familienunternehmen sehe ich gute Möglichkeiten, auch langfristig Projekte umsetzen zu können, was für Ingenieure einen hohen Reiz darstellt“, sagt Dr.-Ing. Timo Berger, Leiter der Division Elektronische Interfacetechnik bei der Weidmüller Gruppe. „So kann man auch Projekte, die fern in der Zukunft liegen, avisieren und zielgerichtet sowie zukunftsorientiert vorantreiben, und wird nicht durch kurzfristige Projektengagements in seinen Fähigkeiten eingebremst.“

Zudem sieht der Wirtschaftsingenieur sehr gute Aufstiegschancen in Familienunternehmen: „Die Personalakquise ist aufgrund des Fachkräftemangels schwierig und auch zeitintensiv geworden. Daher hat die interne Personalentwicklung auch bei Familienunternehmen einen hohen Stellenwert. Gute Mitarbeiter werden hier gefördert und entsprechend ausgebildet, und Führungskräfte vorrangig aus den eigenen Reihen gewonnen.“

Nach einigen Jahren bei Großkonzernen entschied Berger sich bei seiner Jobsuche im Jahr 2005 bewusst für ein mittelständisches Unternehmen. „Mit persönlich war und ist es wichtig, alle Kuchenteile des Ganzen zu sehen und die Möglichkeit zu bereichsübergreifendem Arbeiten zu haben“, sagt er. Seit er im Familienunternehmen Weidmüller Gruppe tätig ist, kann er bestätigen: „Der Bezug zur Inhaberfamilie ist stark und im Zuge dessen das persönliche Verhältnis sowie die Verbundenheit zum Unternehmen intensiver.“

Mit leitenden Ingenieuren im Engineering Lab

Um Angebot und Nachfrage auf dem Bewerbermarkt für Ingenieure besser zusammenzuführen, gibt es auf dem 13. Karrieretag Familienunternehmen mit dem „Engineering Lab“ eigens eine Veranstaltung für Ingenieure. Am 27. Juni 2014 erleben Sie bei der PERI GmbH in Weißenhorn bei Ulm innovative Produkte und Technologien weltmarktführender Familienunternehmen. Dort können Sie mit leitenden Ingenieuren aus den Fachabteilungen sprechen, sich über „High-Tech made in Germany“ austauschen – und sich über die Karrieremöglichkeiten als Ingenieur in Familienunternehmen informieren.

 


19. Karrieretag Familienunternehmen: Bewerbungsschluss ist der 15. Mai 2017. Jetzt bewerben auf: www.karrieretag-familienunternehmen.de

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