Das erste Bewerbungsgespräch – der körperliche und seelische Zustand vieler Bewerber vor dem „ersten Mal“ kommt akuter Prüfungsangst gleich. Der Puls geht hoch, im Magen wird’s flau und das Augenlid fängt an, nervös zu zucken. Dabei will man Sie doch nur kennenlernen. Schließlich sind Sie zu einem VorstellungsGESPRÄCH und nicht zu einem Verhör eingeladen. Mit unserem 10-Punkte-Plan schieben Sie der Panik einen Riegel vor:

Indem Sie den Vorstellungstermin telefonisch bestätigen, können Sie gleichzeitig die Rahmenbedingungen des Vorstellungsgesprächs erfragen. Zum Beispiel wer das Gespräch führen wird, welche Funktion Ihr Gesprächspartner bekleidet usw. So wissen Sie, was Sie erwartet und können sich auf die Situation einstellen. Das gibt Sicherheit.

    • Punkt 2: Informiert sein

Bringen Sie alles Wissenswerte über Ihren potentiellen Arbeitgeber in Erfahrung und prägen Sie sich die wichtigsten Eckdaten ein: Produkte bzw. Dienstleistungen, Firmeninhaber, Geschäftsführer, Mitarbeiterzahl, Firmenstandorte, Vertriebsländer etc. Die Homepage ist für Ihre Recherche eine erste gute Adresse. Verfolgen sie aber auch aufmerksam die Berichterstattung in den Medien, um über aktuelle Ereignisse auf dem Laufenden zu sein.

    • Punkt 3: Auskunft geben können

Wann genau war noch einmal das Auslandspraktikum? Juli 2009 oder war es doch im August 2010? Peinlich, wenn man sich im eigenen Lebenslauf nicht mehr zurechtfindet. Gehen Sie deshalb Ihre Bewerbungsunterlagen noch einmal genau durch und prägen sich alle wichtigen Daten ein.

    • Punkt 4: Stress in letzter Minute vermeiden

Um Sicherheit und Kompetenz auszustrahlen, sollten Sie nicht abgehetzt und gestresst zum Vorstellungstermin erscheinen. Schlafen Sie in der Nacht vorher ausreichend und planen Sie am Morgen genügend Zeit ein, um in Ruhe Ihren Kaffee zu trinken und eine Kleinigkeit zu essen. Ziehen Sie sich erst danach für das Gespräch um. So besteht gar nicht erst die Gefahr des obligatorischen Marmeladenflecks auf Rock oder Hose. Die Anprobe haben Sie selbstverständlich am Tag vorher gemacht und sichergestellt, dass kein Knopf fehlt.

    • Punkt 5: Pünktlich sein

Wenn Sie zu spät zum Vorstellungsgespräch kommen, ist das mehr als nur peinlich. Sie verspielen Ihre Chance auf einen tollen ersten Job. Das lässt sich ganz einfach vermeiden, in dem Sie die Anfahrt im Vorfeld planen. Wenn möglich fahren Sie die Strecke zur Probe und informieren sich über den richtigen Firmeneingang und Parkmöglichkeiten in der Nähe.

    • Punkt 6: Mit dem ersten Eindruck punkten

Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance. Wenn Sie auf den Personaler oder Ihren künftigen Chef treffen, entscheiden Sekunden über Sympathie oder Ablehnung. Erscheinen Sie zum Vorstellungsgespräch in eleganter Businesskleidung, orientieren Sie sich dabei am branchenüblichen Dresscode! Schauen Sie Ihrem Gegenüber bei der Begrüßung in die Augen und vergessen Sie nicht zu lächeln! Setzen Sie sich erst, wenn man Sie dazu auffordert! Und kauen Sie unter keinen Umständen Kaugummi!

    • Punkt 7: Nervosität im Griff haben

Lampenfieber vor dem erste Vorstellungsgespräch (und vor jedem weiteren…) ist ganz normal. Trotzdem sollten Sie Ihre Nervosität im Griff haben, so dass Ihnen dadurch keine Nachteile entstehen. Ein waschechter Black-Out mitten im Gespräch ist nicht unbedingt karrierefördernd. Atmen Sie tief durch und versuchen Sie, alle panischen Gedanken abzuschütteln. Vermuten Sie nicht hinter jeder Frage eine Falle. Es geht nicht um Sie selbst, sondern um die Besetzung einer Position, für die Sie dem Unternehmen ein Angebot machen.

    • Punkt 8: Authentisch sein

Dem Personaler geht es nicht nur darum, was Sie antworten, sondern wie Sie sich verhalten. Mit gezielten Fragen werden die sogenannten Soft Skills überprüft: Kommunikationsgeschick, Stressresistenz, Belastbarkeit usw. Es bringt also nichts, Standardantworten aus sämtlichen Bewerbungsratgebern auswendig zu lernen. Wenn Sie überzeugen wollen, setzen Sie lieber auf Authentizität. Seien Sie ganz Sie selbst und beantworten Sie die Fragen präzise und wahrheitsgetreu. Sollten Sie eine Frage nicht verstanden haben, bitten Sie höflich um eine Erklärung.

    • Punkt 9: Richtig verabschieden

Verlassen Sie nach dem Gespräch nicht fluchtartig den Raum, sondern geben Sie allen Anwesenden die Hand, bedanken Sie sich für das Gespräch und verabschieden Sie sich mit einem Lächeln. Falls es im Gespräch noch nicht erwähnt wurde, können Sie an dieser Stelle nachfragen, wann mit einer Entscheidung zu rechnen ist.

    • Punkt 10: Danke sagen

Bombardieren Sie den Personaler in den nächsten Tagen keinesfalls mit Mails oder Anrufen, um ihn zu einer Entscheidung zu drängen. Ein gut formuliertes Dankeschön per Mail nach ein paar Tagen hingegen wirkt sympathisch und kann, gerade wenn der Personaler sich zwischen mehreren Kandidaten nicht entscheiden kann, das Zünglein an der Waage sein.


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