07.03.2017 -

Bei einem hauptberuflich Geschäftsreisenden handelt es sich durchaus um einen äußerst facettenreichen, anspruchsvollen Job, der jedoch nicht im Übermaß romantisiert werden sollte.

Das Bild des jetsettenden Prokuristen, der in exotischen Ländern mit potenziellen Geschäftspartnern oder Kunden auf Firmenkosten in den schicksten Restaurants der Stadt speist, ist sicher genauso unzutreffend wie Kafkas insektoider Geschäftsreisender Gregor Samsa. Dabei handelt es sich bei einem hauptberuflich Geschäftsreisenden durchaus um einen äußerst facettenreichen, anspruchsvollen Job, der jedoch nicht im Übermaß romantisiert werden sollte.

Die Ansprüche sind hoch

Morgens von Berlin nach Nürnberg fliegen, am Nachmittag nach München und von dort über Nacht nach Paris – der Tagesablauf eines reisenden Angestellten ist sicherlich nicht gerade eintönig, doch ganz bestimmt auch ziemlich anstrengend. Wer ständig für sein Unternehmen auf Tour ist, muss sich an einen strikten Zeitplan halten und dabei stets auf zeitökonomische Reiseanbindungen und Routen achten. Das eigentliche Tätigkeitsfeld und der Alltag eines mobilen Mitarbeiters sind dabei so individuell wie die Unternehmen und Branchen selbst. Unter Begriffen wie „International Salesman“ werden heutzutage im Internet fähige Mitarbeiter mit guten bis sehr guten Sprachkenntnissen, hervorragenden Sozialkompetenzen und dem nötigen Verständnis für die betrieblichen Abläufe gesucht. Häufig übernehmen sie dabei die Aufgabe, außerhalb des jeweiligen Betriebs Geschäfte im Namen des Unternehmers abzuschließen. Als Stellvertreter oder Repräsentant einer Firma hat man eine nicht unwesentliche Verantwortung inne und bestimmt in hohem Maße mit über die Geschäftsbeziehungen eines Unternehmens.

Aufträge generieren, Projekte präsentieren, Geschäfte besiegeln

Die oben beschriebene Verantwortung obliegt natürlich nicht allen Geschäftsreisenden. In manchen Fällen ist das Reisen tatsächlich die Hauptaufgabe und mittels der übertragenden Vollmacht werden Geschäfte lediglich besiegelt oder in die Wege geleitet. In anderen Fällen muss ein Geschäftsreisender auch Unternehmen begutachten und seine Einschätzung anschließend an die Verantwortlichen weitergeben. Das funktioniert natürlich auch andersherum: Als Repräsentant des Unternehmens präsentiert man aktuelle Projekte, organisiert Workshops und tritt mit anderen Firmen in Verhandlungen. Die Ansprüche, die teilweise an den Außendienstmitarbeiter gestellt werden, können nicht von jedem erfüllt werden. Nicht nur das kaufmännische Know-how und die Fähigkeit, mit Menschen gut umgehen zu können, sind hierbei Kriterien, sondern auch die Belastung durch das ständige Reisen setzt einige besondere Wesenszüge und physische Fähigkeiten voraus.

Warum ist der Außendienst für den Markt so wichtig?

Um in Deutschland einen erfolgreichen Vertrieb zu führen, ist es seit jeher zwingend notwendig, den Markt durch mobile Mitarbeiter zu erkunden und zu bearbeiten. Die einzige Alternative zu einer Filiale oder Tochterfirma ist eben der Angestellte im Außendienst. Meist ist damit ein Handelsvertreter gemeint, doch die Berufsbezeichnung „Verkäufer im Außendienst“ wird auch immer häufiger vergeben.

 


Bildquelle: © mimagephotography – Shutterstock.com