Neue Chance, neues Glück – die psychologische Wirkung des Jahresbeginns lässt sich nicht leugnen. Wir wollen mit Altem abschließen, Neues beginnen und vieles besser machen. Nutzen Sie doch diese positive Energie für folgenden guten Vorsatz im Job: „Ich will mehr Freude an der Arbeit haben.“ Wir sagen Ihnen, wie es geht.

Mal Hand aufs Herz: Freuen Sie sich auf den nächsten Arbeitstag? Sind Sie im Job mit Leib und Seele bei der Sache und finden Sie Erfüllung in Ihrer Tätigkeit? Wenn Sie nun im Brustton der Überzeugung „ja“ sagen, dürfen Sie sich glücklich schätzen. Denn die meisten Arbeitnehmer in Deutschland sind zwar mit ihrem Job im Großen und Ganzen zufrieden, finden ihre Motivation aber nicht unbedingt in der Tätigkeit selbst, sondern nur durch externe Faktoren wie Gehalt, Status oder Freizeitausgleich. Und dann gibt es noch die Kollegen, die sich jeden Morgen aus dem Bett quälen, um den Arbeitstag irgendwie zu überstehen und sich am Montagmorgen schon auf das nächste Wochenende freuen.

Wenn Sie dieses Gefühl kennen, sollten Sie unbedingt etwas dagegen unternehmen. Denn anhaltende Unzufriedenheit am Arbeitsplatz erstickt irgendwann jede Motivation, kostet Kraft und lähmt Sie. Doch weil es bequem ist, gibt man meist Dritten (z.B. dem Chef) oder den äußeren Umständen die Schuld an der eigenen Unzufriedenheit. Aber nicht immer kann der Chef für die mangelnde Motivation verantwortlich gemacht werden. „Wenn ich etwas von Herzen gern tue, dann bin ich allein schon durch die Tätigkeit motiviert. Das wiederum wirkt sich positiv auf meine Ausstrahlung, Leistung und meine Erfolge aus. Ein Motivationskreislauf, der im Grunde mit einer positiven inneren Einstellung beginnt“, sagt Erfolgscoach Martin Rieb.

Für diese positive innere Einstellung können Sie etwas tun. Also raus aus der Komfortzone! Hier sind unsere Tipps für mehr Motivation im Job:

1. Die Kraft der Vorstellung

Welche Bilder haben Sie im Kopf, wenn Sie an den nächsten Arbeitstag denken? Einen nörgelnden Chef, unzufriedenen Kunden und einen im Chaos versinkenden Schreibtisch? Falsch! Stellen Sie sich morgens nach dem Aufstehen lieber vor, wie Sie gut gelaunt die Kollegen begrüßen und wie flott Ihnen die Arbeit von der Hand geht. Oder wie Sie eine ungeliebte Arbeit heute endlich zu Ende bringen und im Meeting alle mit Ihren Ideen beeindrucken. Stellen Sie sich die Situationen so detailliert wie möglich vor, bemerken Sie die Anerkennung Ihrer Kollegen und spüren Sie die Freude, die Sie dabei empfinden. Mit diesem guten Gefühl können Sie in den Tag starten.

2. Üben Sie Selbstwertschätzung

Achten Sie darauf, was Sie über sich selber denken, denn nichts hat mehr Auswirkung auf Ihr Selbstwertgefühl. Sehen Sie Ihre Arbeit nicht als Mittel zum Zweck, sondern als Handwerkskunst, die Sie beherrschen! So fällt es Ihnen leichter, Ihren Leistungen auch den richtigen Wert beizumessen. Spaß macht das, worauf man stolz sein kann. Seien Sie stolz auf Ihre Arbeit! Und belohnen Sie sich, wenn Sie eine Aufgabe oder ein Projekt abgeschlossen haben!

3. Mehr von dem machen, was Freude bereitet

Um Freude am Job zu haben, sollten Sie natürlich wissen, was an Ihrer Arbeit Ihnen Spaß macht. Listen Sie Tätigkeiten oder Aufgabenbereiche auf, die Sie motivieren und gerne übernehmen und versuchen Sie, so viel wie möglich davon in ihren Arbeitsalltag zu integrieren. Auch im Job gilt: Des einen Leid ist des anderen Freud. Während Sie gern kreativ neue Ideen entwickeln oder Kontakt zu den Kunden halten, hat der Kollege hingegen Spaß am Berichtswesen. Tauschen Sie Aufgaben untereinander, um sich gegenseitig zu entlasten und mehr Spaßfaktoren im eigenen Aufgabenbereich zu integrieren

4. Nicht lamentieren. Machen!

Natürlich stehen ab und an auch Aufgaben auf Ihrer ToDo-Liste, die absolut keinen Spaß machen. Wenn Sie sie nicht delegieren können, hilft kein Jammern oder Vor-sich-Herschieben. Besser Sie packen die Aufgabe sofort an und stellen sich schon mal das schöne Gefühl vor, das Sie haben werden, wenn die Sache erledigt ist. Bei umfangreichen unliebsamen ToDos hilft es, diese à la Salamitaktik in Teilaufgaben zu zerlegen. In kleine Häppchen aufgeteilt, wirkt die Aufgabe schon weniger erschreckend – und jedes Teilergebnis wird zum anspornenden Erfolg.

5. Was wollen Sie wirklich?

Wer immer in einer Position verharrt – nicht nur karrieretechnisch, sondern auch geistig – verliert über kurz oder lang den Spaß an der Arbeit. Wenn Sie aber aktiv an sich arbeiten, sich verbessern und weiter entwickeln, wird damit auch Ihre Motivation steigen. Stellen Sie sich deshalb die wichtigste aller Fragen: Was würde ich am allerliebsten machen, in welchem Bereich würde ich am allerliebsten arbeiten? Wenn Sie diese Frage geklärt haben, erkennen Sie günstige Gelegenheiten eher und können sie schneller ergreifen. Zum Beispiel über Weiterbildungsmöglichkeiten, Konferenzen oder beim Networking.


Quelle: wirtschaftswoche.de

Bildquelle: © Marco2811 – Fotolia.com