Ob Vorstellungsgespräch, erster Arbeitstag oder Meeting-Marathon; ob Sommerhitze oder Aprilwetter – ein perfektes Outfit macht im Berufsleben vieles leichter. Ihre Kleidung ist Ihre Visitenkarte. Wir geben Ihnen Tipps, wie Sie damit zu jeder Gelegenheit einen guten Eindruck hinterlassen.

Im Job kann man nicht immer so, wie man gern möchte. In Kleidungsfragen richtet sich vieles nach dem „Dresscode“. Doch der ist nicht immer gleich, sondern abhängig von Unternehmen, Branche, Anlass – ja, sogar dem Wetter. Um Sie nicht in heillose Kleiderschrankverwirrung zu stürzen, beantworten wir Ihnen darum gern die Frage, wie Sie zu folgenden Gelegenheiten am besten gekleidet daher kommen:

Zum Vorstellungsgespräch:

Für den ersten Eindruck beim Vorstellungsgespräch genügen gerade einmal sieben Sekunden. Da will die Wahl des Bewerbungs-Outfits wohl überlegt sein. Als Orientierung dient der Dresscode des Unternehmens, bei dem Sie sich bewerben. Sind Sie diesbezüglich ahnungslos, können Sie mit einem Anzug, Kostüm oder Hosenanzug in dezenten Farben eigentlich nichts falsch machen. Achten Sie unbedingt auf hochwertige Materialien sowie einen perfekten Sitz und tragen Sie keine Labels zur Schau.

Mit passenden Accessoires können Sie Ihrem Outfit eine individuelle Note verleihen. Hier gilt aber: Weniger ist mehr! Wichtig ist, dass Sie sich wohlfühlen. Denn wer sich für das Vorstellungsgespräch „verkleidet“, wirkt nicht authentisch. Ein Tipp: Tragen Sie das Outfit ruhig einmal Probe, um zu wissen wie es sich anfühlt. Vielleicht kneift ja die Hose oder der Blazer verrutscht unvorteilhaft im Sitzen. Diese kleinen Makel können Sie dann rechtzeitig beheben und vermeiden so zusätzlichen Stress beim Bewerbungstermin.

Am ersten Arbeitstag:

Das Vorstellungsgespräch bietet eine gute Gelegenheit, um auf den Dresscode im Unternehmen zu achten. Ihr Outfit am ersten Arbeitstag sollte diesem sowie der Branche angemessen sein. Vor allem in Unternehmensberatungen, Banken und Versicherungen wird meist „Business“ getragen. Das bedeutet grundsätzlich Anzug, langärmeliges Hemd und Krawatte für die Herren und Hosenanzug oder Kostüm für die Damen. In der Kreativbranche hingegen darf man sich optisch durchaus trendbewusst zeigen.

Im Zweifelsfall gilt aber: lieber zu seriös als zu flippig und lieber over- als underdressed. Es versteht sich von selbst, dass Ihre Kleidung tadellos in Ordnung und sauber ist – das gilt auch für Ihre Schuhe. Trotz aller Vorgaben müssen sich in Ihrem Outfit immer noch wohlfühlen, jeden Tag. Wen allein schon der Gedanke an Anzug und Krawatte in klaustrophobische Zustände versetzt, sollte ernsthaft darüber nachdenken, ob der Job als Unternehmensberater die richtige Wahl ist.

Am „Casual Friday“:

In den 50er-Jahren gestatteten amerikanische Firmen ihren Mitarbeitern erstmals, am Freitag in legerer Kleidung am Arbeitsplatz zu erscheinen. Ziel war es damals, Motivation und Produktivität zu erhöhen. Mittlerweile hat der Casual Friday auch in vielen deutschen Unternehmen Einzug gehalten. Hierarchien sollen so abgeschwächt und die Kommunikation unter Mitarbeitern gestärkt werden. Das bedeutet aber nicht, dass Sie im bequemen Schlabberlook im Büro auftauchen können. Wird „Casual“ getragen, darf auf Anzug, Jackett und Krawatte verzichtet werden. An diesen Tagen ist sogar eine ordentliche Jeans bürotauglich und wird mit Poloshirt, Rolli oder Bluse kombiniert. Dies gilt aber ohnehin nur für die eben schon erwähnten Branchen, in denen man stets seriöser gekleidet ist.

Im Hochsommer:

Herrschen am Arbeitsplatz tropische Temperaturen, ist die unendliche Vielfalt an Shorts, Röcken, Shirts, Tops und Sandalen für schwitzende Arbeitnehmer überaus verlockend. Aber der Büro-Knigge kennt kein Pardon. Kurze Hosen, schulterfreie Tops, knappe Röcke, transparente Stoffe, Sandalen oder gar Flip Flops sind auch im Hochsommer nicht bürotauglich.

Besonders hart trifft es Mitarbeiter, die grundsätzlich Business tragen müssen. Dann sind Langarmhemd bei den Herren und Feinstrumpfhosen bei den Damen Pflicht, selbst wenn Sie auf Ihrem Schreibtisch ein Spiegelei braten können. Immerhin: Ärmel hochkrempeln ist erlaubt – nicht nur metaphorisch. Hüllen Sie sich im Sommer lieber in hochwertige Sommerwolle, Baumwoll- oder Leinenstoffe, um nicht übermäßig ins Schwitzen zu kommen. Falls Sie trotzdem relativ schnell unschöne Flecken zur Schau tragen, liegt das womöglich am Synthetikanteil in Ihrer Kleidung oder daran, dass Ihr Outfit zu eng geschnitten ist. Tragen Sie lieber weite und bequeme Kleidung und haben Sie zur Sicherheit ein Ersatzhemd bzw. eine zweite Bluse in petto.

Bei vielen Terminen:

Es gibt diese Tage, an denen 24 Stunden nicht reichen, um alles unter einen Hut zu bringen. Ein Termin jagt den nächsten und Sie steigen vom Auto in die Bahn ins Flugzeug. Da hat Ihre Kleidung keine Chance, bis zum Abend makellos durchzuhalten. Es gibt aber Anzüge, Hemden und Kostüme aus weitgehend knitterfreien Stoffen, in denen Sie nicht schon nach ein paar Stunden aussehen wie ein abstraktes Kunstwerk.

Wenn Sie zwischen Ihren Terminen einen Boxenstop im Büro einlegen können, sollten Sie dort ein frisches Hemd, ein Top oder eine Bluse hinterlegen, die Sie bei Bedarf wechseln können. In die Handtasche der Dame gehört in jedem Fall eine zweite Feinstrumpfhose, um im Notfall keine Laufmaschen zur Schau tragen zu müssen. An Tagen, an denen Sie viel unterwegs sind, sollten Sie nicht unbedingt zu einem neuen Paar Schuhe greifen. Setzen Sie bei Ihrer Wahl eher auf einen Kompromiss aus schick und bequem – Ihre Füße werden es Ihnen danken.

Bei Aprilwetter:

Dem Schneesturm am Morgen folgt frühlingshafter Sonnenschein, während die Mittagspause in sintflutartigen Regenfällen untergeht und erbsengroße Hagelkörner den Feierabend einläuten. Die Temperaturen schwanken um mindestens 12 Grad Celsius und sicher ist nur, dass die Wettervorhersage garantiert nicht stimmt. Wie soll man sich da richtig kleiden? Mit dem sogenannten „Zwiebellook“ sind Sie an typischen Apriltagen am besten beraten. Cardigans, leichte Pullover oder Pullunder, die bei Bedarf über Hemd oder Bluse gezogen werden, wärmen zusätzlich. Für die Matschwetterperiode empfiehlt es sich ebenfalls, saubere Ersatzschuhe im Büro zu deponieren zusammen mit einem Regenschirm oder einer Regenjacke.

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