Wenn draußen die Temperaturen steigen, fallen in vielen Büros die Hüllen. Aber Vorsicht: Die meisten Chefs stehen nicht auf nackte Tatsachen. So bewahren Sie auch bei 30° im Schatten Stil, wir geben Tipps für den richtigen Dresscode bei heißen Tagen.

Hotpants, Bikini-Oberteil, Flip-Flops – keine Frage, dass die knackige Auszubildende damit am Strand eine perfekte Figur macht. Ob man ihr in diesem Outfit aber auch Kompetenz und Leistungswillen im Job abkauft, ist eher zweifelhaft. “Wer sich seinen Geschäftsalltag nicht unnötig erschweren will, sollte auf allzu leichte Kleidung verzichten“, bestätigt Stiltrainer Jan Schaumann aus Berlin. Vor allem in traditionellen Branchen warnt der renommierte Benimm-Experte vor nackter Haut. Vom Anwalt oder Wirtschaftsprüfer, Banker oder Unternehmensberater erwarten Kunden oder Geschäftspartner unabhängig von der Außentemperatur langärmeliges Hemd, Krawatte und Jackett. Auch die wahre Dame verzichtet im Big Business grundsätzlich auf Achsel- oder Spaghetti-Tops. Selbst im Hochsommer greift sie stattdessen zumindest zu Shirt oder Bluse mit halbem Arm. Zum korrekten Kostüm gehören für sie auch bei 30° im Schatten Seidenstrümpfe und geschlossene Schuhe.

Nicht zu viel nackte Haut

Wer sich tagtäglich mit wichtigen Leuten in klimatisierten Konferenzräumen trifft, hat die offizielle Kleiderordnung meist gründlich verinnerlicht und käme niemals auf die Idee, in Shorts oder Badelatschen zum Dienst zu erscheinen. Wer dagegen tagtäglich mit den vertrauten Kollegen im überhitzten Büro hockt oder gar bei großer Hitze auch noch körperlich arbeiten muss, gibt sich da zumeist etwas zwangloser. „Im Sommer habe ich meinen Kollegen schon oft barfuß auf dem Flur getroffen“, erzählt zum Beispiel die Angestellte eines kleinen Kölner Verlages. Das mag bequem sein, gegenüber Kollegen und Vorgesetzten sind offen zur Schau gestellte Käsefüße, eingewachsene Zehennägel oder Hühneraugen jedoch reichlich respektlos. Wer stattdessen zu korrekten, atmungsaktiven Schuhen greift, kommt auf der Karriereleiter garantiert schneller voran – ohne deshalb mehr zu schwitzen.

Sexy Dresscode ist im Büro tabu

Auch welche Farbe die Achselbehaarung des Kantinenpersonals hat, will niemand wirklich wissen – Kunden und Kollegen sind für ein Shirt oder eine Bluse unter dem Kittel durchaus dankbar. Bauchfreie Tops, tiefe Brust-oder Rückendekolletés, knappe Shorts oder langgeschlitzte Röcke bleiben zu Bürozeiten auch bei Modelmaßen lieber im Schrank. Für die Herren gilt: Besserverdiener in Shorts sind allenfalls auf dem Fußballplatz erlaubt. Die Knöpfe an Hemden und Poloshirts sind übrigens zum leichteren An- und Ausziehen dran – nicht um das Brusthaartoupet zu lüften! Tipp für heiße Tage: Deponieren Sie einfach ein Reservehemd oder eine Ersatzbluse im Büro. So können Sie sich bei Bedarf schnell wieder frisch machen.


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