27.06.2017 -

Meist ist es Aufgabe des Arbeitgebers, den unzähligen Bewerbern auf eine Stelle reihenweise Absagen zu erteilen. Aber manchmal ist es auch umgekehrt und auch Sie werden sicherlich einmal in diese Situation kommen. Daher hier ein paar Tipps dazu.

Vielleicht kommen Sie in die glückliche Lage, zwischen mehreren Angeboten auswählen zu können, oder aber Sie kommen nach einem Vorstellungsgespräch zu dem Schluss, dass die angebotene Stelle doch nicht die richtige für Sie ist.

Karriereexperte Cornel Müller nennt einige Gründe, wann Sie ein Jobangebot überdenken sollten und gibt Tipps, wie Sie dann eine Absage an den Arbeitgeber erteilen.

Wenn Ihnen nach einem Gespräch folgende Dinge durch den Kopf gehen, sollten Sie die Stelle am besten nicht antreten:

  • Sie haben einen negativen Eindruck von dem Unternehmen gewonnen.
  • Das Gespräch war unangenehm, Ihre Gesprächspartner zu verschwiegen, die Chemie hat einfach nicht gestimmt.
  • Wichtige Forderungen Ihrerseits wurden nicht zufriedenstellend erfüllt.
  • Aber auch: Nach reiflicher Überlegung kommen Sie zu dem Schluss, dass Sie Ihre alte Stelle doch nicht aufgeben wollen.

Wie Sie vorgehen sollten, wenn Sie ein Jobangebot absagen:

Bedenken Sie, dass Sie in der Zukunft durchaus wieder mit denselben Personen zu tun haben können. Die Arbeitswelt ist manchmal erstaunlich klein. Möglicherweise haben Sie auf Ihre letzte Bewerbung eine Absage erhalten, weil Sie einem anderen Unternehmen eine zwar ehrliche, Ihnen aber negativ ausgelegte Absage erteilt haben, und durch einen dummen Zufall hat die Personalabteilung davon erfahren…

Nehmen Sie diese Aufgabe deshalb nicht auf die leichte Schulter und beachten Sie folgende Aspekte bei der Formulierung eines schriftlichen Absagebriefes (Gleiches gilt bezüglich Inhalt auch bei einer mündlichen Absage):

  • Verhalten Sie sich fair und höflich – egal, was passiert ist!
  • Nennen Sie nur solche Absagegründe, aus denen Ihnen keine Nachteile erwachsen.
  • Nennen Sie besser einen konkreten Grund als zu viele.
  • Vermeiden Sie – sofern möglich – persönliche Gründe und beschränken Sie sich auf sachliche Argumente. Je persönlicher Ihre Gründe sind, desto angreifbarer sind Sie bzw. desto negativer können sie Ihnen ausgelegt werden.

 


Cornel Müller, Unternehmer, FH-Dozent und Buch-/CD-Autor; Mitgründer der x28 AG, seit 1992 spezialisiert auf Arbeitsmarkt-Tools und -Services für Unternehmen und Stellensuchende; www.jobsucher.ch und www.jobagent.ch wurden u.a. zu den 200 besten Websites der Schweiz gewählt; www.neuorientierung.ch umfasst Wissenswertes und Wertvolles für Menschen in der beruflichen Neuorientierung; für Arbeitgeber und Personaldienstleister bietet die x28 AG semantische Such- und Matching-Tools an.

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