06.12.2016 -

Bewegung tut gut und hält gesund. Doch der gelegentliche Gang zum Kopierer reicht dafür nicht aus. Heute stellen wir Ihnen ein paar Berufe vor, bei denen Sie sich das Fitnessstudio schenken können!

„In einem gesunden Körper wohnt ein gesunder Geist“, stellte der römische Dichter Juvenal schon vor fast 2000 Jahren fest. Um rundum fit und leistungsfähig zu sein, reicht gelegentliches Gehirnjogging also nicht aus. Auch unser Bewegungsapparat möchte trainiert werden. Bei einer Vierzigstundenwoche an Schreibtisch oder Fließband ist das zeitlich oft nicht möglich. Übt man jedoch einen der folgenden Berufe aus, ist das Fitnessstudio quasi inklusive, denn sie fordern Geist und Körper gleichermaßen.

Pferdewirt

In diesem Beruf ist viel Bewegung im Freien an der Tagesordnung. Pferdewirte sind selbst hervorragende Reiter und kennen sich mit allen Fragen rund um die Versorgung und Ausbildung von Pferden aus. Sie sind in den Schwerpunkten Pferdezucht und -haltung, Reiten, Rennreiten oder Trabrennfahren tätig. Hauptsächlich arbeiten Pferdewirte in Gestüten, Reiterhöfen, Deckstationen oder landwirtschaftlichen Betrieben, die sich auf Pferdezucht spezialisiert haben. Auch bei Reitsportvereinen, Reitschulen und Rennställen können sie beschäftigt sein. Pferdewirt/in ist ein anerkannter Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG), bei dem man mit einem Einstiegsgehalt von 1.300 bis 1.500 Euro brutto rechnen kann. Ein sicherer Weg Ansehen und Kontostand zu steigern, ist die Weiterbildung zum Pferdewirtschaftsmeister. Im Schnitt verdient ein Pferdewirtschaftsmeister rund 1000 Euro mehr im Monat. Die Prüfung zum Pferdewirtschaftsmeister/in ist bundesweit einheitlich geregelt. Wer als Berufsreiter Karriere macht, kann zusätzlich zum Pferdewirt-Verdienst auch Preisgelder einplanen.

Gerüstbauer

Auch als Gerüstbauer brauchen Sie körperliche Fitness. Denn die Bauarbeiten in luftiger Höhe erfordern ein gutes Gleichgewicht und das wiederum setzt eine trainierte Tiefenmuskulatur voraus. Die Gerüstteile, die Sie dabei transportieren müssen, wiegen ebenfalls ordentlich. Das kräftigt die gesamte Bein- und Oberkörpermuskulatur. Außerdem  arbeiten Sie oft an der frischen Luft. Wo auch immer es am Bau in die Höhe gehen soll, gibt es Arbeit für Gerüstbauer: Sie rüsten Gebäude ein oder bringen Hängegerüste an und ermöglichen so erst die Arbeit von Handwerkern und Maurern, die eine Arbeitsplattform in der Höhe benötigen. Gerüstbauer montieren aber nicht nur Baugerüste an Häusern. Bei der Renovierung von Kirchen bringen sie spezielle Gerüste an, damit man an der gewölbten Decke arbeiten kann. Beim Brückenbau oder bei Arbeiten an Industrieanlagen installieren sie besondere Konstruktionen wie Hubarbeitsbühnen oder Vorschubgerüste. Aber auch für das Errichten von Tribünen für Veranstaltungen und Feste sind sie verantwortlich. Ein Gerüstbauer verdient in Deutschland durchschnittlich ca. 2.000 Euro brutto, je nach Bundesland kann das Gehalt bis auf 3.200 Euro steigen.

Fitness-Model oder Fitness-Trainer

Als Fitness-Models stehen Sie für ein gesundes Körperbild. Ihr Körper ist im Grunde Ihre Einkommensquelle. Tägliches Konditions- und Krafttraining sowie eine absolut gesunde Ernährung machen daher den Großteil Ihres Arbeitsumfangs aus. Hinzu kommen Aufgaben in Organisation und Marketing, um sich Modelaufträge zu sichern und zeitlich zu planen. Wer erfolgreich von Kunden gebucht wird, kann von diesem Job durchaus leben. Nicht selten werden aufmerksamkeitsstarke Kampagnen mit einem fünfstelligen Betrag entlohnt. Allerdings muss man ein Profi sein, um solche Aufträge zu bekommen. Bis es soweit ist, können Fitness-Models mit einer entsprechenden Aus- bzw. Weiterbildung parallel auch als Personal Trainer oder Fitness-Trainer in einem Studio, Hotel oder Ferienzentrum arbeiten. Dort vermitteln sie Kunden das richtige Trainieren an Fitnessgeräten zur Steigerung der körperlichen Ausdauer, zur Prävention und Rehabilitation. Darüber hinaus unterrichten sie verschiedene Fitnesssportarten und beraten Kunden über eine gesunde, ausgewogene und aktive Lebensweise.

Sportlehrer

Im Gegensatz zum Sportpädagogen müssen Sportlehrer kein Studium absolvieren. Die Ausbildung zum Sportlehrer dauert zwei bis drei Jahre und findet landesrechtlich geregelt an Berufsfachschulen und sportwissenschaftlichen Fakultäten statt. Dass man als Sportlehrer eine gewisse Vorbildfunktion besitzt, versteht sich von selbst. Sich fit zu halten und in der Lage zu sein, seinen Schützlingen im wahrsten Sinne des Wortes etwas „vorzuturnen“ , gehört zu seinem Aufgabenbereich. Als Sportlehrer arbeiten Sie zumeist im sportpädagogischen Bereich, z.B. bei Sportvereinen und -verbänden, in Sport- und Gymnastikschulen oder Fitnesscentern und vermitteln Fertigkeiten in verschiedenen Sportarten. Darüber hinaus können Sie auch in der Sportanimation, bei Sportreiseveranstaltern oder in kommunalen Sportstätten tätig sein. Das durschnittliche Gehalt eines Sportlehrers liegt bei etwa 2.500 Euro, kann aber je nach Bundesland auch deutlich höher ausfallen.

Berufstaucher

Noch ein Job, bei dem Sie Ihr Hobby zum Beruf machen können und dabei etwas für Ihre Fitness tun. Für Berufstaucher gibt es zahlreiche Einsatzmöglichkeiten. Auf Werften oder Bohrinseln führen sie Reparaturen durch; sie kontrollieren den Zustand von Staudämmen oder bergen eimerweise Golfbälle. Für die Polizei suchen sie nach Vermissten, versunkenen Autos und versenkten Beweisstücken; und in der Forschung gehen sie für den Umweltschutz oder tauchmedizinische Einsätze unter Wasser. Mit dem malerischen Urlaubsschnorcheln hat der Beruf indes wenig zu tun. Bei niedrigen Wassertemperaturen, Sichtweiten unter einem Meter oder in Tiefen bis 180 Metern müssen Berufstaucher eine hervorragende körperliche Konstitution und Nervenstärke beweisen. Da das Tauchen eine Zusatzqualifikation ist, steht davor eine handwerkliche oder akademische Ausbildung und häufig auch bereits einige Jahre Berufserfahrung in dem entsprechenden Beruf „über Wasser“. Die Bezahlung ist gut; Taucher verdienen im Schnitt 14 Euro in der Stunde zuzüglich 10 bis 30 Euro Tauchzulage pro Einsatzstunde. Bei normaler Auftragslage kommen im Monat ca. 3500 Euro zusammen. Wer viele Tauchgänge macht oder auf längere Einsätze geht kann auch bis 10.000 Euro im Monat verdienen.

Quellen: www.ausbildung.de, www.spiegel-online.de, www.arbeitsmarktsport.de; www.gehaltsvergleich.com

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