Beim Vorstellungsgespräch lauern viele Fehlerquellen, doch der erste Eindruck bleibt entscheidend. Ist der einmal vermasselt, können Sie nicht mehr viel retten. In einer Umfrage erzählten Arbeitgeber von den seltsamsten Fehlern einiger Bewerber.

Die ersten paar Minuten sind beim Vorstellungsgespräch die entscheidenden. Laut einer Umfrage von CareerBuilder weiß fast die Hälfte der Arbeitgeber innerhalb der ersten fünf Minuten eines Vorstellungsgesprächs, ob ein Bewerber auf die Stelle passt oder nicht. Immer noch 87 Prozent können dies nach den ersten 15 Minuten einschätzen.

Den ersten Eindruck vermasselt

Innerhalb dieser ersten entscheidenden Minuten sollte also am besten nichts schief gehen und doch ergeben sich genügend Gelegenheiten den ersten Eindruck zu vermasseln. Manchmal passt es einfach nicht, manchmal treten Bewerber aber auch in wahre Fettnäpfchen.

Die von CareerBuilder befragten Arbeitgeber erzählten von den unglaublichsten Fehlern, die ihnen in Vorstellungsgesprächen unterkamen:

  • Eine Bewerberin sagte, sie habe “zu viel Valium” genommen und glaube daher nicht, dass das Gespräch ihre wahre Persönlichkeit widerspiegelt.
  • Da er nach dem Interview joggen wollte, kam ein Bewerber in Laufsachen zum Vorstellungsgespräch.
  • Während des Gesprächs nahm ein Jobsuchender ein Telefonat mit einem anderen Arbeitgeber an.
  • Eine Bewerberin rief auf ihrem Smartphone immer wieder Facebook auf.
  • Einparken war nicht die Stärke dieser Bewerberin: Sie raste mit ihrem Auto in das Firmengebäude.
  • Als es um zahnärztliche Zusatzleistungen ging, nahm ein Bewerber seine Zähne heraus.
  • Ein Bewerber schlüpfte in die Rolle einer Figur aus Star Trek.
  • Eine Jobkandidatin brachte private Fotoalben mit.
  • Als es im Gespräch um die Stärken ging, sprach ein Bewerber von sich als sein eigener persönlicher Held.
  • Eine Bewerberin wollte gern umarmt werden.
  • Ein Stellensuchender versuchte heimlich das Gespräch aufzuzeichnen.
  • Eine Kandidatin behielt während des gesamten Gesprächs ihre Kopfhörer auf.
  • Auf die Frage, womit er ihn beeindrucken könnte, zündete ein Bewerber die Zeitung des Personalers an, während er darin las.
  • Ein Bewerber meinte, er stelle in Frage, der Vater seiner Tochter zu sein.
  • Ein Kandidat wollte Name und Telefonnummer der Empfangsdame wissen, weil er sie auf Anhieb mochte.

Ebenso schädlich: Typische Fehler

Aber auch mit weniger außergewöhnlichen Fehlern können Bewerber sich schaden. Zu den häufigsten Fehlern im Vorstellungsgespräch zählen laut der Umfrage:

  • Desinteresse ausstrahlen
  • Unpassend gekleidet erscheinen
  • Arrogantes Verhalten
  • Negativ über jetzige oder ehemalige Arbeitgeber reden
  • Während des Gesprächs telefonieren oder SMS verschicken
  • Sich nicht über das Unternehmen informieren
  • Keine Beispiele über die eigene Arbeit liefern
  • Keine guten Fragen stellen
  • Zu viel Persönliches über sich selbst erzählen
  • Den Gesprächspartner persönliche Fragen stellen

Körpersprache nicht vergessen

Bei der Kommunikation geht es um mehr als nur Worte und wenn Sie das missachten, schmälern Sie im Vorstellungsgespräch auch Ihre Chancen. Laut der befragten Arbeitgeber sind dies die größten Fehler bei der Körpersprache:

  • Augenkontakt vermeiden
  • Nicht lächeln
  • Schlechte Körperhaltung
  • Auf dem Stuhl herumzappeln
  • Mit etwas auf dem Tisch spielen
  • Schwacher Händedruck
  • Arme vor der Brust verschränken
  • Mit den Haaren spielen oder ans Gesicht fassen
  • Zu viele Gesten
  • Zu starker Händedruck

 

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