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06.03.2012 -

In der IT-Branche werden händeringend qualifizierte Bewerber gesucht, denn der Bedarf an Informatikern wächst stetig immer weiter. Im Dezember 2011 gab es rund 30.500 offene Stellen – ein Anstieg um fast 50 Prozent innerhalb eines Jahres.

Gesucht werden laut der jährlichen CeBIT-Umfrage des VDI unter rund 400 IT-Experten vor allem Fachkräfte in der Software-Entwicklung, aber auch im IT-Projektmanagement und für Aufgaben in der IT-Sicherheit.

Mangel an IT-Fachkräften gefährdet Deutschlands Wettbewerbsfähigkeit

„IT-Spezialisten werden stark nachgefragt“, sagt Dieter Westerkamp, stellvertretender Leiter Technik und Wissenschaft im VDI. „Die Zahl der offenen Stellen steigt seit Ende des Jahres 2009 kontinuierlich an. Wir verzeichnen jedoch bereits bei der Differenz von offenen Stellen und Arbeitslosen eine Lücke von 24.500 Informatikern – eine besorgniserregende Entwicklung für den IT-Standort Deutschland, denn die Unternehmen sind natürlich auf qualifizierte Fachkräfte angewiesen.“

Rund 191.000 sozialversicherungspflichtige Informatiker waren 2011 in Deutschland beschäftigt und damit 7.700 mehr als im Jahr 2010. „Aufgrund des doppelten Abiturjahrgangs und des Wegfalls der Wehrpflicht ist die Zahl der Studienanfänger im Fach Informatik erfreulicherweise von 41.100 im Jahr 2010 auf über 48.400 in 2011 gestiegen. Auch die Zahl der Absolventen hat sich leicht auf knapp über 19.000 erhöht. Trotzdem reicht dieser Zuwachs nicht aus, um den Bedarf der Wirtschaft an IT-Fachkräften zu decken“, stellt Westerkamp klar. „Dies gefährdet die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit des IT-Standorts Deutschland.“

Der Bedarf an IT-Experten steigt in den nächsten Jahren weiter

Wer heute Informatik studiert, dem ist der Arbeitsplatz von morgen quasi schon sicher. Laut der CeBIT-Umfrage des VDI wird sich die Situation in den nächsten Jahren weiter verschärfen. Nur rund ein Viertel der Befragten meint, dass die Verfügbarkeit von IT-Spezialisten aktuell noch gut oder gar sehr gut ist. Knapp 31 Prozent sprechen explizit von einer schlechten Verfügbarkeit – hauptsächlich aufgrund der nicht ausreichenden Anzahl an Bewerbern. 73 Prozent gehen zudem davon aus, dass der Bedarf bis 2015 weiter steigen wird.

„Unternehmen gehen je nach Größe sehr unterschiedlich mit der schlechten Bewerberlage um. Großunternehmen setzen mit fast 48 Prozent der Nennungen auf Outsourcing von Dienstleistungen. Über 43 Prozent der Befragten aus Großunternehmen geben sogar an, deswegen die Verlagerung von Bereichen ins Ausland zu forcieren. Das muss zu denken geben“, so Westerkamp. Anders ist die Situation bei KMUs: Kleinere und mittlere Unternehmen setzen vermehrt auf die Weiterbildung des vorhandenen Personals, so 44 Prozent der Befragten diese Gruppe, wohingegen Outsourcing und Verlagerungen ins Ausland eher kein Thema sind.

Bildquelle: © goodluz – Fotolia.com