Ein Gastbeitrag von Ina Konopka.

Sie wollen den Job wechseln und der Vertrag mit dem zukünftigen Arbeitgeber ist so gut wie unterschrieben? Dann wird es dringend Zeit Ihr aktuelles Arbeitsverhältnis fristgerecht zu beenden, denn eine ordentliche Kündigung ist der Grundstein für einen sauberen Weggang. In diesem Beitrag geben wir Ihnen hilfreiche Tipps für Ihr Kündigungsschreiben:

Sie haben also entschieden Ihren Job zu kündigen? Dann sollten Sie sich jetzt dringend an Ihr Kündigungsschreiben setzen. Dabei ist vor allem zu beachten, dass die Kündigung eines Arbeitsvertrages schriftlich erfolgen und mit Ihrem vollständigen Namen unterschrieben sein muss – so schreibt es das Arbeitsrecht vor. Achtung: Eine Kündigung per E-Mail oder Fax reicht NICHT aus!

Finger weg von kreativen Formulierungen

Von allzu kreativen Formulierungen sollten Sie bei Ihrem Kündigungsschreiben die Finger lassen, werden Sie lieber möglichst konkret. Bleiben Sie sachlich und bringen Sie Ihre Absicht knapp und eindeutig auf den Punkt. Gründe für Ihre Kündigung müssen Sie hier nicht nennen. Im Gegenteil, ein deutliches “Hiermit kündige ich meinen Arbeitsvertrag fristgerecht zum DATUM““, reicht völlig aus. Bitten Sie um die Bestätigung des Erhalts Ihrer Kündigung sowie die Erstellung eines Arbeitszeugnisses.. Eine Kündigung sollten Sie im besten Fall immer persönlich überreichen.

Fristen einhalten, sonst nützt das beste Schreiben nichts

Das A und O für eine Kündigung ist nicht wie sie kündigen, sondern vor allem wann Sie Ihren Arbeitsvertrag kündigen. Wichtig hierbei ist, wann Ihr Kündigungsschreiben beim Arbeitgeber eingeht und nicht welches Datum Sie in Ihrem Schreiben angegeben haben.

Sie kennen Ihre Kündigungsfrist nicht? Dann sollten Sie sich schleunigst informieren, was in Ihrem Arbeitsvertrag vereinbart wurde. Mitunter können die Kündigungsfristen je nach Arbeitgeber nämlich stark variieren. Achten Sie deshalb explizit darauf, Falls Sie Ihre Kündigung nicht persönlich übergeben, schicken Sie den Brief im Idealfall als Einwurf-Einschreiben. So können Sie sich sicher gehen, dass Ihre Kündigung fristgerecht eingegangen ist.

Was passiert eigentlich mit Ihrem Urlaubsanspruch nach einer Kündigung?

Selbstverständlich bleibt Ihnen Ihr Urlaub auch während der Kündigungsfrist erhalten. Auch der verbleibende Resturlaubsanspruch sollte – sofern möglich – genommen werden. Urlaubsansprüche, die nicht bis zum Ende des Beschäftigungsverhältnisses genommen werden können, können über einen Anspruch auf Urlaubsabgeltung mit der letzten Abrechnung abgegolten werden.

Holen Sie keine alten Kamellen raus

Und tschüss! Gedanklich sind Sie vermutlich bereits bei Ihrem neuen Arbeitgeber und würden lieber heute als morgen das Handtuch werfen und den neuen Job antreten. Was jetzt ganz wichtig ist: Trennen Sie sich im Guten und bleiben Sie Ihrem aktuellen Arbeitgeber gegenüber fair. Ihren Chef sollten Sie sobald wie möglich darüber informieren, dass Sie das Unternehmen verlassen werden und kündigen möchten. Bewahren Sie Stil und erklären Sie ihm ruhig und freundlich, warum Sie gehen und sich nach einer neuen beruflichen Herausforderung sehnen. Bleiben Sie dabei höflich und positiv: Bedanken Sie sich für die gute Zusammenarbeit und wünschen Sie Ihrem Chef und den Kollegen weiterhin alles Gute und viel Erfolg.

Die Autorin Ina Konopka ist als Online Marketingreferentin bei Orizon, einem der Top10 Personaldienstleister in Deutschland, tätig.


Bildquelle: © akf – fotolia.com