27.12.2012 -

Immer mehr Arbeitnehmer erhalten die Diagnose Burnout. Spezialisten der Arbeitspsychologie beschäftigen sich seit Jahren mit dieser Erkrankung um die ersten Anzeichen zu identifizieren und Heilungschancen zu erhöhen. Ausgebrannte aus unterschiedlichen Berufsfeldern wurden unter die Lupe genommen.

Das Ergebnis war jedoch, dass die Symptomatik dieser Krankheit sehr breit gefächert ist und nicht eindeutig definiert werden kann. Die Mehrheit der Ausgebrannten klagt über totale Erschöpfung und Energielosigkeit. Aufgrund dessen können sie sich ihren Aufgaben nicht mehr mit angemessenem Engagement widmen.

Überforderung im Arbeitsalltag

Betroffene knicken meist durch erhöhte Ansprüche im Arbeitsalltag ein. Laut einer Studie von TNS Emnid sind bereits 12,5 Prozent der Arbeitnehmer im Job überfördert. Zum Burnout kommen dann häufig noch andere Krankheiten hinzu, wodurch sich der Gesundheitszustand der Betroffenen weiter verschlechtert. Untersuchungen von Statista haben ergeben, dass bei 48 Prozent aller Ausgebrannten eine zusätzliche psychische und bei den 36 Prozent eine physische Erkrankung festgestellt wurde.

Typisch Betroffene: Manager und Freiberufler

Bei wem ist die Burnout-Gefahr besonders groß? Besonders von Burnout betroffen sind Berufe, in welchen aufrichtiges Engagement und sogar teilweise die eigene Aufopferung als Pflicht betrachtet wird. Neben Managern auf höherer Ebene sind diesem Risiko auch Freiberufler ausgesetzt. Nach den Angaben der AOK wird Burnout im Bereich der Sozialarbeit besonders häufig diagnostiziert.

Die Hauptvoraussetzung für ein echtes Ausgebranntsein ist ein vorläufiges „Brennen“ für die Arbeit: Ehrgeiz und Perfektionismus am Arbeitsplatz. Ein unendliches Streben nach Spitzenleistungen hat immer wieder das Burnout-Syndrom zur Folge. Um die schlimmsten Auswirkungen dieser Krankheit vermeiden zu können, sollten bereits die ersten Anzeichen frühzeitig identifiziert werden.

Wie reagiert der Körper kurz vor dem totalen Erschöpfungszustand?

Folgende Symptome machen sich auf körperlicher Seite bemerkbar:

  • Konzentrations- sowie Schlaflosigkeit;
  • Permanente Müdigkeit und Schwindel;
  • Verdauungsprobleme;
  • Ein ansteigender Konsum vom Tabak, Alkohol und Koffein führt zu den anderweitigen gesundheitlichen Problemen.

Neben den körperlichen leidet der Burnout-Betroffene auch unter psychischen Beeinträchtigungen, die sich wie folgt zeigen können:

  • Ein schwerfälliges Gefühl, die gestellten Anforderungen nicht mehr erfüllen zu können.
  • Man versucht unterbewusst, seinen eigenen Aufgabenbereich auszuweiten und sich intensiver zu beschäftigen, um die Angst, nicht anerkannt zu sein, aus dem Weg zu räumen.
  • Die Befürchtung, Verdacht zu erregen. Betroffene sind davon überzeugt als weniger nützlich angesehen zu werden, wenn sie zugeben ihre Aufgaben nicht mehr ausführen zu können.
  • Anschließend kommt es zu Selbstzweifeln, Angst und Unzufriedenheit, die sich in schlimmsten Fällen sogar in Suizidgedanken widerspiegeln.

Das Burnout-Syndrom zeigt sich also auf unterschiedlichste Art und Weise. Folglich ist es sehr kompliziert, Burnout rechtzeitig selbst zu erkennen um effizient gegenzusteuern. Werden erste Anzeichen des chronischen Erschöpfungszustands jedoch möglichst früh erkannt, ist die Aussicht auf baldige Genesung besonders gut.

Wenn Sie also einige der erwähnten Warnsignale bei sich wiedererkennen, oder anderweitiges Unwohlsein im Arbeitsalltag erleben, lassen Sie es bitte nicht unbeachtet. Wenden Sie sich sicherheitshalber an einen Spezialisten, um den schweren gesundheitlichen sowie geistigen Folgen des Burnouts vorzubeugen und eine Balance zwischen Arbeits- und Privatleben wiederherzustellen.


Dies ist ein Artikel von Olivia Sand von Jooble.de, einer Jobsuchmaschine, auf der Nutzer Stellenangebote aus dem ganzen Internet finden können.

Quellen: Die Psyche, Ärzteblatt, Statista, perspektive: blau, Mobbing und Burnout Sozialnetz

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