Nach zwei mageren Jahren können Arbeitnehmer 2017 endlich wieder mit Brücken- und Feiertagen jonglieren. Außer des Neujahrstags fällt kein gesetzlicher Feiertag auf ein Wochenende. Im Gegenteil: Die Weihnachtsfeiertage liegen so günstig wie nie und ein besonderes Jubiläum beschert vielen Bundesländern sogar einen zusätzlichen Feiertag.

Die Urlaubsplanung 2017 macht endlich wieder Spaß. Nachdem in den letzten beiden Jahren etliche Feiertage ganz arbeitgeberfreundlich auf ein Wochenende fielen, können Sie nun wieder wunderbar taktieren und Ihren Urlaub geschickt verlängern. Wichtig dabei: Stimmen Sie sich rechtzeitig mit den Kollegen ab, denn böses Blut am Arbeitsplatz verdirbt die Urlaubslaune. Einen Anspruch auf die sogenannten Brückentage haben Sie ohnehin nicht. Besser also, die Kollegen und Sie präsentieren dem Chef einvernehmliche Urlaubspläne.

Das erste Quartal: Heilige Drei Könige für alle und Karnevalsfreuden im Süden

Das geht ja gut los: Das neue Jahr startet an einem Sonntag und wir müssen gleich auf den ersten Feiertag verzichten. Aber dafür wartet nur fünf Tage später ein verlängertes Wochenende auf uns. Am Freitag, den 6. Januar ist Heilige Drei Könige. Mit nur vier Urlaubstagen von Montag bis Donnerstag lässt sich der Weihnachtsurlaub also noch einmal ordentlich verlängern. Danach muss die Republik feiertagstechnisch eine längere Durststrecke überwinden. Die ganze Republik? Nein. Ein kleines Völkchen im Rheinland, in Mainz und in Teilen Süddeutschlands trotzt der Dauerarbeit und schafft sich mit dem Karneval ein paar eigene Feiertage. Zwischen Weiberfastnacht am 23. Februar und Faschingsdienstag am 28. Februar kommt das Arbeitsleben in vielen Karnevalshochburgen zum Erliegen. Ab dem 1. März heißt es dann aber auch dort: Durchhalten bis Ostern!

Das zweite Quartal: Spitzenreiter mit sechs Feiertagen

Am Karfreitag beginnt für Arbeitnehmer die goldene Urlaubszeit. Wer 2017 zum Beispiel eine Weltreise plant, müsste dafür im zweiten Quartal mit Abstand die wenigsten Urlaubstage investieren. Ok, zwischen April und Juni wären es trotzdem noch 51, aber dafür könnte man theoretisch ganze 91 Tage am Stück durch die Weltgeschichte gondeln. Sechs Feiertage stehen in dieser Zeit im Kalender. Neben den obligatorischen langen Wochenenden durch Karfreitag (14. April), Ostermontag (17. April) und Pfingstmontag (5. Juni) bieten sich noch bundesweit der Tag der Arbeit an einem Montag (1. Mai) und Christi Himmelfahrt an einem Donnerstag (25. Mai) für eine längere Auszeit an. Arbeitnehmer in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und im Saarland sowie in einigen Gemeinden Sachsens und Thüringens freuen sich zusätzlich über einen freien Donnerstag an Fronleichnam (15. Juni).

Das dritte Quartal: Sommerflaute in Sachen Feiertagen

Im Juni, Juli und August freuen sich Schulkinder, Lehrer und Erzieher auf die Ferien und der Rest der arbeitenden Bevölkerung tröstet sich mit hoffentlich schönem Sommerwetter. Beim Thema Feiertage kommt nämlich nach den fetten Monaten die Ernüchterung. Lediglich in Bayern und im Saarland steht im August ein freier Dienstag im Kalender. Hier gibt Mariä Himmelfahrt am 15. August Arbeitnehmern die Chance, mit vier Urlaubstagen neun Tage Sommerurlaub zu genießen. Wer nur eine kleine Auszeit braucht, nimmt den Montag frei und bekommt für einen Urlaubstag ein auf vier Tage verlängertes Wochenende.

Das vierte Quartal: Reformationstag für Alle

Das triste Herbstwetter können Arbeitnehmer 2017 in Etappen hinter sich bringen. Sowohl der Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober als auch der Reformationstag am 31. Oktober fallen auf einen Dienstag und bieten jeweils die Gelegenheit für eine viertägige Verschnaufpause mit nur einem Urlaubstag. Das Besondere: Der Reformationstag feiert sein 500jähriges Jubiläum und ist deshalb einmalig ein bundesweiter Feiertag – sehr zur Freude der Baden-Württemberger, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfälzer und Saarländer. Die dürfen sich mit Allerheiligen am darauffolgenden Mittwoch (1. November) über einen Doppelfeiertag freuen und bekommen für nur drei Urlaubstage eine „günstige“ Urlaubswoche.

„Jauchzet, frohlocket“ – Weihnachtsfest 2017 ideal für Arbeitnehmer

Bevor es in den Weihnachtsurlaub geht, dürfen die Sachsen noch einmal am Buß- und Bettag (Mittwoch, 22. November) ausschlafen oder für zwei Urlaubstage eine fünftägige Auszeit nehmen. Übrigens haben Schüler in Bayern an diesem Tag schulfrei. Im Dezember heißt es dann wieder „Oh Du Fröhliche…“ Weihnachtsferienzeit. Der Kalender beschert uns ein extrem arbeitnehmerfreundliches Weihnachtsfest. Heilig Abend und Silvester fallen auf einen Sonntag und bedürfen damit keines Urlaubstages. Dafür sind der erste und zweite Weihnachtsfeiertag am Montag und Dienstag sowie Neujahr am Montag automatisch frei. Das bedeutet zehn besinnliche Tage hintereinander für gerade einmal drei Urlaubstage. Ein schönes Geschenk, oder?

 


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