Viele Deutsche wollen ihre Fremdsprachenkenntnisse aufbessern und das am besten im Ausland. Der Karriere kann es den entscheidenden Kick geben. Vielleicht können Sie Ihre Sprachreise sogar über einen Bildungsurlaub absolvieren. Wir geben hier einen Überblick, worauf Sie dabei achten sollten.

Der Weiterbildungshunger der Deutschen ist groß: Laut der Studie „Jobzufriedenheit 2014“ der ManpowerGroup Deutschland sagen 71 Prozent, dass ihnen bestimmte Fähigkeiten und Erfahrungen fehlen, um ihre Karriereziele zu erreichen. Ganz oben auf der Liste: Fast jeder Dritte möchte Fremdsprachen neu lernen oder verbessern. Zudem bedauern 23 Prozent, noch über keine oder zu wenig Auslandserfahrung beziehungsweise interkulturelle Kompetenz zu verfügen.

Bildungsurlaub auch für Fremdsprachenkurs möglich

Trotz der hohen Nachfrage nach Weiterbildungen wissen viele Arbeitnehmer gar nicht, welche Möglichkeiten sich ihnen für eine berufliche Fortbildung bieten und vor allem, welchen Anspruch sie darauf haben. In zahlreichen Bundesländern ist eben dieser Anspruch jedoch klar geregelt.

Im Rahmen des sogenannten Bildungsurlaubs besteht dann die Möglichkeit, eine Freistellung für die Zeit der beruflichen Fortbildung und zudem eine teilweise Kostenerstattung zu erhalten. Dies gilt auch für die Förderung eines Fremdsprachenkurses im Ausland. Allerdings nehmen Arbeitnehmer in Deutschland noch viel zu selten die Möglichkeiten eines Bildungsurlaubs wahr – laut IG Metall nutzen nur ein bis zwei Prozent der Arbeitnehmer ihr Recht auf Bildungsurlaub.

Einen Überblick über das Angebot verschaffen

Wenn der Arbeitgeber die Freistellung genehmigt hat, steht der Weiterbildung also nichts mehr im Wege. Wer sich letztendlich für einen Sprachkurs im Ausland entscheiden, steht aber vor einer weiteren Herausforderung: Wie findet man einen Anbieter, der die Erwartungen an die fachliche Sprachfortbildung zur Genüge erfüllt?

Auf dem Markt der Anbieter herrscht ein nicht gerade überschaubares Angebot an Kursen und Weiterbildungen. Aber nicht alle entsprechen den Erfordernissen einen Bildungsurlaubs und ihre Qualität ist zudem nicht auf den ersten Blick erkennbar. Da man einen Bildungsurlaub in der Regel nicht allzu häufig bucht, gibt es zudem meist kaum oder keine Erfahrungswerte zu den verschiedenen Instituten.

Auf Qualität bei Weiterbildungsanbietern achten

Um diesem Informationsmangel zu begegnen, sollten Sie für Ihren Bildungsurlaub unbedingt auf Suchhilfen und Qualitätssiegel bei den Anbietern achten. So lässt sich eine Enttäuschung nach Abschluss des Bildungsurlaubs vermeiden oder die Gefahr dafür zumindest auf ein geringes Maß reduzieren.

Achten Sie zum einen darauf, dass der Sprachanbieter Mitglied eines Qualitätsverbands wie dem Fachverband Deutscher Sprachreise-Veranstalter eV (FDSV) ist. Diese Verbände haben Qualitätskriterien wie z.B. Kursgröße, -dauer etc. aufgestellt, an die sich die Verbandsmitglieder im Bezug auf Ihre Angebote halten müssen. Zudem werden diese Kriterien regelmäßig auf Einhaltung überprüft.

Auch ein Blick auf Fachportale wie www.sprachreisenvergleich.de lohnt sich, wo ehemalige Teilnehmer ihre Sprachkursanbietern bewertetet haben. Wer sich noch genauer über die Bewertungen der Anbieter informieren möchte, der findet eine sehr detaillierte Darstellung und Aufgliederung der Bewertungsergebnisse unter www.sprachreisen-bewertung.de.

Eine sorgfältige Vorbereitung lohnt sich auf jeden Fall, um optimal von einem Bildungsurlaub profitieren zu können.

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