23.01.2014 -

Wer eine abgeschlossene Berufsausbildung hat, verdient über sein Erwerbsleben hinweg im Schnitt knapp 250.000 Euro mehr als Arbeitnehmer ohne Abitur und Berufsausbildung. Das zeigt eine aktuelle Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

Berufseinsteiger mit hohem Bildungsabschluss mögen sich manchmal fragen, wann sich das alles auszahlt, zeigt sich doch in den ersten Berufsjahren meist kein üppiges Gehalt. Die Studie bestätigt: Zu Beginn der Erwerbskarriere unterscheiden sich die durchschnittlichen Jahresentgelte zwischen Personen mit und ohne Berufsausbildung kaum. Auch bei Abiturienten, Fachhochschul- und Universitätsabsolventen liegen die durchschnittlichen Einstiegsverdienste jeweils nicht weit über dem, was Personen ohne Ausbildung und Abitur im gleichen Alter verdienen.

Mit 40 zahlt sich Bildung deutlich aus

Bis etwa zum 40. Lebensjahr steigen die mit den Bildungsabschlüssen verbundenen Einkommensdifferenzen dann deutlich an. Mit 40 Jahren verdienen Abiturienten durchschnittlich mehr als das Eineinhalbfache, Fachhochschulabsolventen mehr als das Doppelte und Universitätsabsolventen fast das 2,7-fache im Vergleich zu Personen ohne Berufsausbildung und Abitur. Im weiteren Erwerbsverlauf schließt sich dann die Schere wieder etwas. „Akademiker verdienen aber auch in der zweiten Hälfte des Erwerbslebens im Durchschnitt deutlich mehr als Nicht-Akademiker“, schreiben die Arbeitsmarktforscher Achim Schmillen und Heiko Stüber in der IAB-Studie.

Uni-Abschluss bringt durchschnittlich 2,3 Millionen Euro

Wer also gerade überlegt, ob sich noch mehr lernen wirklich lohnt, kann sich die folgenden Zahlen vor Augen führen: Auf das gesamte Erwerbsleben gerechnet verdienen Arbeitnehmer ohne Berufsausbildung gut eine Million Euro, mit Berufsausbildung 1,3 Millionen Euro, Abiturienten knapp 1,6 Millionen Euro, Fachhochschulabsolventen zwei Millionen Euro und Universitätsabsolventen 2,3 Millionen Euro.

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