In einem Vorstellungsgespräch lauern jede Menge Fettnäpfchen. Einige sind der Nervosität der Bewerber geschuldet und meist verzeihlich. Aber es gibt auch gravierende Verhaltensfehler, mit denen sich der Kandidat mit Schwung ins Abseits befördert. Wir geben Ihnen acht Beispiele.

In Jogginghose zum Bewerbungsgespräch, den Personaler umarmen oder während des Interviews zündeln – Bewerber lassen sich so einiges einfallen, um Recruiter in ungläubiges Staunen zu versetzen und ihre Chancen auf den Job deutlich zu mindern. Mit den folgenden gravierenden Fehlern minimieren auch Sie garantiert die Aussichten auf einen neuen Arbeitsplatz.

Kommen und meckern!

Keinen Parkplatz gefunden, ewig nach dem Firmeneingang gesucht und überhaupt ist 10 Uhr morgens keine annehmbare Zeit für ein Job-Interview. Wer erst einmal ordentlich Dampf ablässt und sich beim Personaler mit ansteckend schlechter Laune über alles und jeden beschwert, vergeigt generalstabsmäßig den wichtigen ersten Eindruck und braucht sich danach kaum noch Chancen auf den Job auszurechnen.

Schlechte Witze reißen!

„Ich wusste gar nicht, dass hier Tiere erlaubt sind, aber Ihr Vorzimmerdrache ist wirklich eindrucksvoll!“ Augenzwinkern. Ja, so ein flotter Spruch als vermeintlicher Eisbrecher eignet sich hervorragend, um die Stimmung in Nullkommanichts unter den Gefrierpunkt zu befördern. Jedenfalls brauchen Sie danach keinen weiteren Gedanken mehr an auflockernden Smalltalk zu verschwenden. Wahrscheinlich dürfen Sie sowieso früher gehen als geplant.

Herzhaft gähnen!

Jeder weiß: Man soll die Feste feiern, wie sie fallen. Und wenn die letzte grandiose Party nur ein paar Stunden zurückliegt, scheuen Sie sich nicht, im Vorstellungsgespräch das eine oder andere Mal herzhaft zu gähnen. Falls der Personaler dafür kein Verständnis aufbringen kann, scheint es sich bei dem Unternehmen sowieso um einen spaßfreien Verein zu handeln. Auf die zu erwartende Absage können Sie ja beim nächsten Fest anstoßen.

Kaugummi kauen!

Was gibt es da überhaupt zu diskutieren? Das Kauen von Kaugummi baut Stress ab und erhöht die Durchblutung im Gehirn. Das bringt etwa ein Viertel mehr Sauerstoff in die grauen Zellen, wodurch Konzentration und Leistungsfähigkeit deutlich gesteigert werden. Dass andere das Dauergeschmatze samt Kaugummiblasen im Vorstellungsgespräch als unhöflich empfinden, ist da doch nebensächlich.

Anrufe annehmen!

Sie sind der Meinung, Kreativität kann man auch mit dem eigenen Klingelton unter Beweis stellen? Dann sollte auch der Personaler anerkennend im Takt mitwippen, wenn mitten im Gespräch Geier Sturzflugs „Bruttosozialprodukt“ aus Ihrem Handy tönt. Natürlich müssen Sie rangehen, es könnte ja wichtig sein. Und sollte der Personaler mit Unverständnis reagieren: Andere Firmen haben schließlich auch schöne Stellenangebote.

Mit Mitarbeitern flirten!

Kommunikationstalent war in der Stellenanzeige gefordert, Kontaktfreude und Teamfähigkeit. Na, das lässt sich doch gleich an einem praktischen Beispiel belegen. Die süße Sekretärin war ohnehin scharf auf Ihre Telefonnummer. Nebenbei können Sie dem Personaler gleich zeigen, wie gut Sie sich ins Betriebsklima einfügen. Auch wenn es dafür wahrscheinlich keine weitere Gelegenheit mehr geben wird.

Nach einer Zigarettenpause fragen!

In einem Bewerbungsgespräch wird Ihnen einiges abverlangt und auch der Personaler muss konzentriert bei der Sache sein. Eine gemeinsame Raucherpause ist da sicherlich wohltuend und bietet außerdem die Möglichkeit, weitere Details über die hübsche Sekretärin in Erfahrung zu bringen. Fragen Sie ruhig nach einer Zigarette und Sie werden eine sehr, sehr lange Pause bekommen.

Einen schlechten letzten Eindruck hinterlassen!

Wenn Sie es bis hierhin nicht geschafft haben, das Bewerbungsgespräch platzen zu lassen, bietet sich noch eine letzte Gelegenheit beim Abschied. Verzichten Sie einfach darauf, sich zu bedanken und fragen Sie stattdessen, wie Sie Ihre Fahrt- und Parkkosten erstattet bekommen. Dann verlassen Sie das Unternehmen natürlich ohne sich von allen Anwesenden persönlich zu verabschieden.


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