Im Laufe einer erfolgreichen Bewerbung wird zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen. Dabei achten die potenziellen Vorgesetzten auf Details, die von Branche zu Branche unterschiedlich ausfallen können. Zu den Klassikern zählt oftmals das Allgemeinwissen: Dadurch wird getestet, ob sich die Bewerber beispielsweise für die Umwelt interessieren und ob ein grundsätzliches Wissen vorhanden ist. Auf diesen Teil sollten Sie sich, wie auch auf das weitere Bewerbungsgespräch, gut vorbereiten.

Was wollen die Arbeitgeber wissen?

Bei den Fragen, die im Rahmen des Bewerbungsgesprächs oder bei einem Einstellungstestgestellt werden, geht es nicht einzig um die richtige Antwort. Ebenso wird darauf geachtet, wie mit der Fragesituation umgegangen wird. Unter dem Begriff Allgemeinwissen wird meist nach den aktuellen Ereignissen gefragt: Je nach Berufsfeld können diese beispielsweise politischer oder wirtschaftlicher Natur sein. Sie sollten also wissen, was in der Politik und der Weltgeschichte passiert ist und was aktuell über die Nachrichtendienste thematisiert wird. Oft wird im Laufe des Gesprächs geschickt das Thema hierauf gelenkt. Allgemeinwissen steht in einer engen Verbindung zu anderen Persönlichkeitsmerkmalen, wie zum Beispiel Offenheit und Lernbereitschaft. Die Arbeitgeber entnehmen daraus, ob Sie Interesse an Neuem zeigen und somit eine mögliche Besetzung für die Stelle darstellen. Teilweise wird durch das Wissen auf die Intelligenz geschlossen, welche eine weitere Grundvoraussetzung darstellt. In welchen Bereichen sich die Fragen bewegen, mag unterschiedlich ausfallen. Je nach Situation und Gesprächspartner kann die Entscheidung spontan fallen oder vorab ungefähr festgelegt werden. Der genaue Gesprächsablauf lässt sich nie genau planen, da das Gegenüber sich nicht einschätzen lässt – manchmal ist es jedoch einfach, vom Unternehmen oder der ausgeschriebenen Stelle auf einen Themenbereich zu schließen.

Wo und wie kann die Vorbereitung stattfinden?

Ein gesundes Allgemeinwissen schadet nie und sollte bereits von Kindesbeinen an aufgebaut werden. Es handelt sich dabei um das Wissen, welches bei allen Menschen ähnlich oder gleich ist und größtenteils in der Schule gelehrt wird. Es setzt sich zudem aus verschiedenen Kategorien zusammen. Womöglich sind zum Zeitpunkt der Bewerbung schon viele Jahre nach der Schulausbildung verstrichen, doch es besteht die Möglichkeit, dass Sie sich in diesem Bereich weiterentwickeln und somit auf das Bewerbungsgespräch vorbereiten. Je sicherer das Gefühl ist, desto leichter fällt den Bewerbern das Gespräch. Lesen bildet – in diesem Falle sollten die Tageszeitung und Fachbücher als Lektüre gewählt werden. Auch das tägliche Verfolgen der Nachrichten im Fernsehen hilft. Mit Wissenssendungen und IQ-Tests lässt sich die Vorbereitung unterstützen. Mit Quiz Apps und Online-Quizportalen stellen die neuen Medien eine optimale Unterstützung dar. Ob unterwegs auf dem Smartphone oder zu Hause am Computer, so macht das Sammeln und Testen von Wissen mehr Spaß. Mit dem Durchstöbern von (online und offline) Lexika kann ebenfalls so manches Wissen aufgefrischt werden. Entscheidend bei der Vorbereitung auf die Fragen zum Allgemeinwissen ist, dass die Informationen gespeichert werden. Daher handelt es sich beim Erwerben von Kenntnissen um einen permanenten Prozess des Lernens. Wiederholungen helfen Ihnen dabei.

Welche Vorteile bringt eine gute Allgemeinbildung?

Im Berufsleben, sowie auch in der Freizeit, ist eine gute Allgemeinbildung in vielerlei Hinsicht von Vorteil. Bei einem Gespräch mit dem Chef oder den Kollegen kann nur derjenige mithalten, der bei den aktuellen Themen Bescheid weiß. Je besser Sie informiert sind, desto höher wird Ihr Ansehen – gerade zu Beginn, wenn Sie einen positiven ersten Eindruck machen wollen. Dies könnte sogar zu einem Aufstieg im Unternehmen beitragen und ein positives Bild im Kollegium hinterlassen. Im Weiteren sind diejenigen, die sich nicht an Gesprächen beteiligen, schnell zum Außenseiter abgestempelt. Dies beginnt bereits beim Bewerbungsgespräch.

 


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