Berufsunfähigkeit gehört zu den großen Risiken, die den beruflichen Erfolg und die Karriere bedrohen. Leider erkennen viele Selbstständige und Arbeitnehmer diese Gefahr nicht oder schätzen das Risiko, berufsunfähig zu werden, falsch ein. Was ist Berufsunfähigkeit aber genau und wie kann man sich im Alltag schützen?

Als berufsunfähig wird das Unvermögen beschrieben, dem zuletzt ausgeübten Beruf weiterhin nachgehen zu können. Ursachen für die Berufsunfähigkeit können unter anderem Unfallfolgen, Krankheiten oder körperlicher Verfall sein. In den Köpfen vieler Erwerbstätige sind speziell die beiden letzten Auslöser nur selten präsent. Viele halten Unfälle für die weitaus größere Gefahr.

Wie Statistiken beweisen, leider zu Unrecht, denn inzwischen sind es vor allem Krankheiten, die für den Eintritt der Berufsunfähigkeit verantwortlich sind. Dazu gehören aber nicht nur Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs oder Erkrankungen des Bewegungsapparates. Gerade psychische Krankheitsbilder haben in den letzten Jahren auch im Bereich der Berufsunfähigkeit zugenommen. Diese Palette möglicher Ursachen zeigt einen Trend klar und deutlich – die Vorsorge als einzige Absicherung gegen Berufsunfähigkeit reicht schlicht und ergreifend nicht aus.

Berufsunfähigkeit: Unterstützung staatlicher Stellen

Bleibt die Frage, welche Hilfe Betroffene erhalten. Betrachtet man die Situation früher und heute, muss man leider festhalten, dass die Sicherung im Ernstfall dürftig ausfällt. 2001 wurde Berufsunfähigkeit aus Sicht der gesetzlichen Rentenversicherung auf Personen beschränkt, deren Geburtsdatum vor dem 2. Januar 1961 liegt. Alle Erwerbstätigen, die dagegen nach diesem Datum geboren sind, können nur noch auf die gesetzliche Erwerbsminderungsrente hoffen.

Deren Höhe federt den drohenden Einkommensausfall allerdings nur zu einem Bruchteil ab. Da der Anspruch auf eine Erwerbsminderungsrente zudem noch an bestimmte Voraussetzungen, wie die Zugehörigkeit zur gesetzlichen Rentenversicherung geknüpft ist, kommt die staatliche Absicherung für einen Teil der Bevölkerung zudem gar nicht in Frage.

Sicherheit über private Vorsorge

Wie also gegen die Folgen der Berufsunfähigkeit schützen? Seit Jahren weisen Versicherungsexperten, aber auch Verbraucherorganisationen, immer wieder darauf hin, wie wichtig im Zusammenhang mit der Berufsunfähigkeit die private Initiative ist. Zwar kann man sich gegen die Ursachen der Berufsunfähigkeit nur eingeschränkt schützen. Aber der finanzielle Einschnitt, welcher damit verbunden ist, lässt sich über den Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung auffangen.

Die BU-Versicherung übernimmt im Leistungsfall die Auszahlung einer Berufsunfähigkeitsrente, deren Höhe durch den Versicherungsnehmer festgelegt wird. Ausschlaggebend dafür ist die finanzielle Lebenssituation – sprich die Einnahmen und Ausgaben. Eine BU-Rente sollte den Leistungsempfänger in die Lage versetzen, alle wichtigen Ausgaben zu bestreiten.

Dazu gehören unter anderem Krankenversicherung, Lebenshaltung usw. Vor dem Abschluss/Vergleich einer BU-Versicherung raten Experten daher zu einer individuellen Bedarfsermittlung. Der Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung gilt als wichtiges Vorsorgeinstrument, um ein existenzielles Risiko zumindest aus finanzieller Sicht abfedern zu können.

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