Mischpulte, Kopfhörer, Mikros – das alles braucht ein Toningenieur. Und natürlich ein gutes Gehör und Gespür für Musik. Aber auch der Umgang mit Menschen kommt in diesem Beruf nicht zu kurz.

Die Aufgaben

Der Toningenieur ist bei Studioaufnahmen vor allem für die technische Betreuung der Produktion verantwortlich.  Dabei fallen die Bereiche Tontechnik, Studio- und Aufnahmetechnik, Signalverarbeitung, Akustik und Computermusik in seinen Aufgabenbereich. Zur technischen Seite gehören unter anderem auch die Einmessung von Mikrofonen,  die Überwachung der Akustik und die Tonmischung. Daneben muss der Toningenieur aber auch über musikalisches Know-how verfügen.  Darum ist die Ausbildung des Toningenieurs interdisziplinär und umfasst sowohl naturwissenschaftlich-technische als auch künstlerisch-gestalterische Aspekte. Und genau das macht diesen Beruf besonderes abwechslungsreich und interessant.

Die Ausbildung

Der Abschluss der Ausbildung war üblicherweise das Diplom, nun wird allerdings auf den Bachelor umgestellt. Nur wer einen solchen Abschluss erreicht oder von der Ingenieurkammer die Erlaubnis bekommt der darf sich den geschützten Namen „Toningenieur“ geben. Bei einer „Amtsanmaßung“ drohen saftige Geldstrafen. Gewöhnlich gehört zu den Ausbildungsthemen:

– Mathematik
– Physik
– Elektrotechnik
– Signalverarbeitung
– Regelungstechnik
– Nachrichtentechnik
– Elektronik
– Technische Informatik
– Musikalische Grundlagen
– Studio- und Aufnahmetechnik
– Audiotechnik
– Akustik
– Computermusik

Dieser Abschluss kann sowohl an Universitäten wie der Technischen Universität Graz in Zusammenarbeit mit der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz, wie auch an Hochschulen wie der Hochschule für Film und Fernsehen “Konrad Wolf” in Potsdam erworben werden. Wem dies noch nicht reicht, der kann eine der etlichen Weiterbildungsmöglichkeiten nutzen. Beispielsweise der Mastern in Medien- und Eventtechnik oder der Master of Engineering stehen zur Wahl  um sich zu spezialisieren.

Nicht zu verwechseln ist der  Toningenieur mit dem Tonmeister. Während der eine  eher die technische Betreuung der Produktion überwacht, achtet der andere vor allem auf die musikalische Qualität und Notentreue.

Die Einsatzorte

Mit einer solch umfassenden Ausbildung kann man  seine Jobsuche natürlich in vielen interessanten Bereichen beginnen, ob in den Tonstudios bei Film, Fernsehen und Rundfunk, oder  bei  Konzerten und Opern.  Wenn es den Toningenieur in eine andere Richtung zieht, besteht die Möglichkeit der medientechnischen Fachplanung  in Architektur- und Ingenieurbüros. Auch die Herstellung und Reparatur von phono- und videotechnischen Geräten stehen zur Auswahl  – um nur einen kleinen Auszug der vielfältigen Möglichkeiten zu nennen.

Wenn du nun denkst: Alles schön und gut, aber als Toningenieur ich sitze die ganze Zeit alleine in meinem „Geräteraum“, dann hast einen der wichtigsten Jobaspekte übersehen. Du leistest meist Teamarbeit mit Tonmeistern oder Audioengineers, du kommst in Kontakt mit Musikern, Regisseuren und Menschen vieler anderer Berufszweige.

Abschließend bleibt zu sagen: Wer seine Qualitäten sowohl im technischen, als auch im kreativen Bereich sieht und gerne mit interessanten Menschen aller Art in Kontakt tritt, der wird sich in diesem Beruf zu Hause fühlen.

Nähere Informationen zum Beruf des Toningenieurs finden Sie hier.