Wetterdaten analysieren, Flugpläne erstellen, Routen festlegen, Sicherheitschecks durchführen, … Zum Beruf des Piloten gehört mehr als nur das Steuern von Passagier- oder Frachtflugzeugen. Genauso zahlreich sind auch die persönlichen Voraussetzungen für diese anspruchsvolle Tätigkeit. So sollten angehende Piloten beispielsweise ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen, technisches Talent und eine gute Auge-Hand-Koordination mitbringen. Darüber hinaus sind auch Belastbarkeit und eine gute physische Verfassung sowie Teamfähigkeit von großer Bedeutung – denn der Pilot agiert immer nur in Zusammenarbeit mit seinem Co-Piloten.

Arbeitsmarktsituation: Gute Aussichten im Luftverkehrssektor

Die Luftverkehrsbranche verzeichnet seit Jahren ein gesundes Wachstum – ein Trend, der sich wahrscheinlich auch zukünftig fortsetzen wird. Schließlich sind der Luftverkehrshandel genauso wie Flugreisen aus unserem Berufs- und Privatleben nicht mehr wegzudenken.

Aus- und Weiterbildung: Vom First Officer zum Kapitän

Die Ausbildung zum Piloten ist einheitlich geregelt und kann bei privaten Flugschulen und Flugschulen von Luftverkehrsgesellschaften sowie bei der Bundeswehr absolviert werden. Um zur Ausbildung zugelassen zu werden, muss vorher ein entsprechender Eignungstest erfolgreich abgeschlossen werden, der auch eine Untersuchung auf Flugtauglichkeit beinhaltet.

Während der Ausbildung werden verschiedene Fluglizenzen erworben, die später darüber entscheiden, welche Maschinen geflogen werden dürfen. Dementsprechend kann die Dauer der Ausbildung zwischen 18 und 36 Monaten variieren.

Eine Alternative zur Ausbildung bieten Hochschulstudiengänge wie Luftverkehrsmanagement oder Aviation Management & Piloting (6-8 Semester), meist in Kooperation mit einer Flugschule, über die dann nebenbei kostenpflichtig die erforderlichen Fluglizenzen erworben werden.

Berufsanfänger arbeiten entweder zunächst als Co-Pilot, Simulatorpiloten oder Referenten, bevor sie später bis zum Kapitän aufsteigen können. Darüber hinaus gibt es zahlreiche zusätzliche Weiterbildungsmöglichkeiten, so beispielsweise zum Check- oder Trainingskapitän.

Top-Gehälter: Was verdient ein Pilot?

Dass der Beruf Pilot zu den Top-Traumberufen junger Menschen gehört, ist keine Überraschung, wenn man ein Blick auf das Gehalt wirft. Zwar muss die relativ kostenspielige Ausbildung in der Regel (teilweise) selbst finanziert werden, doch das zahlt sich später aus: Co-Piloten können bei der Lufthansa mit einem Einstiegsgehalt von 60.000€ brutto/Jahr rechnen, inklusive Schichtzulage. Kapitäne mit mehrjähriger Berufserfahrung verdienen sogar über 200.000€. Die Gehälter bei anderen Fluggesellschaften liegen meist etwas darunter.

Auf einen Blick: Typische Branchen, wichtige Arbeitgeber, Verbände und Organisationen

Piloten werden in der kommerziellen Verkehrsluftfahrt beschäftigt, so beispielsweise bei Linien- und Charterfluggesellschaften, Unternehmen, die Firmenpiloten beschäftigen, oder im öffentlichen Dienst. Zu den bekanntesten Arbeitgebern gehören die Lufthansa, airberlin und die Bundeswehr. Wichtige Verbände sind u.a. die Vereinigung Cockpit e.V., der Bundesverband Copter Piloten (BVCP), der Verkehrsfliegerschulenverband (VDV) sowie die Vereinigung Aktiver Piloten e.V..

 


Quellen: berufe-lexikon.de, spiegel.de, aircareer.de

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