20.02.2017 -

Unter der Berufsbezeichnung “Controller” versteht man einen Mitarbeiter, der im Rahmen des internen Rechnungswesens tätig ist. Die Aufgabenbereiche, Voraussetzungen und Verdienstchancen schauen wir uns hier genauer an.

Während der Controller früher vor allem ein Prüfer der Geschäftszahlen war, verfügt er heute über einen deutlich weiter gefassten Aufgabenbereich. Dieser umfasst nunmehr nicht nur die Kontrolle, sondern auch die Planung und Steuerung der Unternehmensleistung. Einsatzbereiche des Controllers sind die Bereiche Controlling, externes Rechnungswesen und Geschäftsführung.

Ein Teil der zusätzlichen Aufgaben ist die eingehende Analyse der Unternehmenszahlen. Dabei sollen sowohl Einsparpotentiale aufgedeckt als auch Chancen identifiziert werden, die eine Weiterentwicklung des Unternehmens ermöglichen. Die Hauptaufgabe des Controllings ist somit die Gewährleistung einer wirtschaftlichen und effizienten Arbeitsweise des Unternehmens, durch die die Unternehmensziele erreicht werden können. Auch wenn Kosteneinsparungen u.a. in skeptisch betrachteten Entlassungen resultieren können, wird durch diese Entscheidungen die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens gesteigert. Dadurch wiederum ergeben sich neue Chance zur Erhaltung oder zum Ausbau von Arbeitsplätzen innerhalb des Unternehmens.

Voraussetzungen für den Controller-Beruf

Das Aufgabengebiet des Controllers konzentriert sich im operativen Geschäft vor allem auf Zahlen und Statistiken. Kenntnisse in der Buchführung (Rechnungswesen), im Accounting-Bereich und der Betriebswirtschaftslehre sind unabdingbar für die Ausübung des Controller-Berufes. Zusätzlich stellt die Tätigkeit hohe Anforderungen an die soziale Kompetenz und die Wahrnehmung von Trends und Entwicklungen. Während die soziale Kompetenz besonders bei Entscheidungen zu Umstrukturierungen des Betriebs gefragt ist, sollen durch das Aufspüren von Entwicklungen und das Schließen der richtigen Schlussfolgerungen Vorteile für das Unternehmen geschaffen werden. Somit ist für die Ausübung des Controller-Jobs eine Ausbildung im kaufmännischen Bereich bzw. ein erfolgreich absolviertes Studium in Betriebswirtschaftslehre mit entsprechendem Schwerpunkt Pflicht. In Bezug auf persönliche Eigenschaften helfen vor allem Sorgfalt, Kommunikationsfähigkeit, Empathie und Durchsetzungsvermögen weiter.

Auch jede kaufmännische Ausbildung kann als Grundlage für das Berufsziel Controller dienen. Hierbei muss nach der Ausbildung eine Weiterbildung zum Controller absolviert werden. Diese besteht aus der Ablegung einer Weiterbildungsprüfung, die nach dem Abschluss einer dreijährigen kaufmännischen Ausbildung sowie zusätzlichen drei Jahren einschlägiger Berufstätigkeit durchgeführt werden kann. Um die Prüfung erfolgreich abzuschließen, kann auch ein Weiterbildungslehrgang belegt werden, dessen Dauer zwischen 3 und 24 Monaten beträgt. Möchte man über ein Studium in diesem Bereich tätig werden, so sollte ein Betriebswirtschaftsstudium mit dem Schwerpunkt Controlling/Accounting belegt werden. Dabei bietet ein Master-Abschluss beste Berufschancen.

Wie viel kann man beim Controlling verdienen?

Wie viel man letztendlich als Lohn pro Jahr bekommt, ist von mehreren Faktoren abhängig. Man muss vor allem bedenken, dass der Nettolohn unterschiedlich ausfällt, je nachdem, wie der eigene Familienstand ist, ob man Kinder hat und wie man krankenversichert ist. Allerdings gibt es schlichtweg auch Bundesländer, die ihre Mitarbeiter besser bezahlen, als andere. So zum Beispiel Hessen. Hier kann man den meisten Nettolohn bekommen, unabhängig davon, ob man Einsteiger ist oder erfahrener Mitarbeiter. Als Neuling bekommt man circa 42 410 Euro, als langjähriger Mitarbeiter ganze 63 187 Euro. Damit liegt Hessen weit an der Spitze.
Mecklenburg-Vorpommern am Ende des Eisberges

Manchmal lohnt es sich, wenn man für eine bessere Arbeitsstelle umzieht. So zum Beispiel, wenn man in Mecklenburg-Vorpommern lebt. Denn hier verdient man als Anfänger gerade mal 34 400 Euro und später, nach einigen Berufsjahren, ungefähr 48 218 Euro. Man sollte also überlegen, nach NRW oder Hamburg umzuziehen, denn hier liegen die Verdienstmöglichkeiten bei 56 273 Euro und 57 165 Euro als berufserfahrener Mitarbeiter. Man sollte aber auch bedenken, dass dort die Lebenserhaltungskosten geringer sind als in Mecklenburg oder anderen neuen Bundesländern.

Weitere Informationen zum Gehalt eines Controller gibt es hier.

 


Bildquelle © NicoElNino – Shutterstock.com